Membran-Elektroden-Einheiten SFC Energy und Johnson Matthey verbünden sich bei Brennstoffzellen-Komponenten

Autor: Thomas Günnel

Nachhaltigere Brennstoffzellen entwickeln: Dieses Ziel verfolgen SFC Energy und Johnson Matthey in einer Partnerschaft.

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Die Membran-Elektrodeneinheit ist der Kern einer Brennstoffzelle. Johnson Matthey und SFC Energy wollen die Komponente gemeinsam entwickeln.
Die Membran-Elektrodeneinheit ist der Kern einer Brennstoffzelle. Johnson Matthey und SFC Energy wollen die Komponente gemeinsam entwickeln.
(Bild: Johnson Matthew)

SFC Energy, Anbieter von Wasserstoff- und Direktmethanol-Brennstoffzellen, und das britische Spezialchemie-Unternehmen Johnson Matthey entwickeln gemeinsam eine neue Generation Membran-Elektroden-Einheiten für Brennstoffzellen-Stacks. Das haben beide Unternehmen Mitte Februar beschlossen. Die Entwicklung beinhaltet effizientere Prozesse und den reduzierten Verbrauch von Einsatzstoffen – was in einer insgesamt nachhaltigeren Membran resultieren soll.

Ein weiterer Teil der Partnerschaft ist eine dreijährige Liefervereinbarung, in der Johnson Matthey mindestens 400.000 Direktmethanol-Membran-Elektroden-Einheiten an SFC liefert. Direktmethanol-Brennstoffzellen wandeln die in flüssigem Methanol gebundene chemische Energie in elektrische Energie. Sie funktionieren bei Zelltemperaturen zwischen 60 und 120 Grad Celsius. Das britische Unternehmen spricht beim Wert der Kooperation von „mehreren Millionen Pfund“, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Wer sind SFC Energy und Johnson Matthey?

Die SFC Energy AG ist ein nach eigenen Angaben führender Anbieter von Wasserstoff- und Direktmethanol-Brennstoffzellen für die stationäre und mobile Hybrid-Stromversorgung. Bislang hat das Unternehmen weltweit über 45.000 Brennstoffzellen verkauft, vor allem in den Bereichen Clean Energy & Mobility, Defense & Security, der Öl- und Gasindustrie und in der Industrie. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Brunnthal bei München und betreibt Produktionsstandorte in den Niederlanden, Rumänien und Kanada.

Johnson Matthey ist ein laut Unternehmensangaben führender Hersteller von Spezialchemikalien und Weltmarktführer für moderne Werkstoff-Technologie. Außerdem produziert das Unternehmen Katalysatoren für Fahrzeuge, Schiffe und Kraftwerke, Komponenten für Brennstoffzellen, Katalysatoren und Technologien für chemische Prozesse, Feinchemikalien und aktive pharmazeutische Bestandteile. Der Konzern wurde vor über 200 Jahren in London gegründet und beschäftigt rund 14.000 Mitarbeiter in über 30 Ländern. SFC Energy und Johnson Matthey arbeiten bereits seit fast 20 Jahren zusammen.

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Redakteur/Fachjournalist, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE