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Wirtschaft SGL Carbon: Stellenabbau und umfangreiches Sparprogramm

Autor / Redakteur: dpa / Jens Scheiner

Der Kohlefaserspezialist SGL Carbon baut im Rahmen eines Sparprogramms mehrere Hundert Stellen ab. Die Kosten für diese und weitere Maßnahmen belaufen sich auf 40 Millionen Euro.

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SGL Carbon will im Rahmen eines Sparprogramms rund 500 Stellen abbauen und bis zum Jahr 2023 rund 100 Millionen Euro einsparen.
SGL Carbon will im Rahmen eines Sparprogramms rund 500 Stellen abbauen und bis zum Jahr 2023 rund 100 Millionen Euro einsparen.
(Bild: SGL Carbon)

Der Kohlefaserspezialist SGL Carbon will 500 Stellen abbauen, um Gewinneinbußen auszugleichen. Zudem soll bei den Sachkosten umfangreich gespart werden, kündigte Vorstandschef Torsten Derr am Donnerstag (12. November) in Wiesbaden an. Mit dem gesamten Sparprogramm will das Management das Ergebnis um über 100 Millionen Euro bis zum Jahr 2023 verbessern. Die Kosten für das Programm sollen sich auf etwa 40 Millionen Euro belaufen.

„Wie viele andere Unternehmen belastet die Corona-Pandemie auch uns erheblich", erklärte der Manager. „Hinzu kommen strukturelle Veränderungen in einigen unserer Märkte, etwa im Automobil und Luftfahrtbereich.“ Dank der konsequenten Gegenmaßnahmen werde das Unternehmen aber operativ verhältnismäßig gut durch die Krise kommen.

Kleiner Betriebsgewinn prognostiziert

In den ersten neun Monaten sank der Umsatz bei SGL Carbon den Angaben zufolge um rund 18 Prozent auf 680 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Sondereinflüssen sei um rund 38 Prozent auf 34 Millionen Euro zurückgegangen. Nach Steuern sei ein Konzernergebnis von minus vier Millionen Euro verbucht worden. Zum Vorjahreszeitraum stand ein Minus von 75 Millionen Euro in den Büchern. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich um 3,5 Prozent auf 5.000 Beschäftigte.

Für das Gesamtjahr erwartet der Kohlefaserspezialist einen Umsatzrückgang um 15 bis 20 Prozent und einen kleinen Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen. An SGL Carbon sind die Autobauer BMW und VW sowie BMW-Großaktionärin Susanne Klatten über ihre Beteiligungsgesellschaft Skion beteiligt.

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