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Forschungsprojekt Autosafe Sicherheitsgewinn durch Systemvernetzung

| Redakteur: Bernd Otterbach

Der Nutzen von Fahrerassistenzsystemen lässt sich in Zukunft durch die Verknüpfung der einzelnen Systeme im Fahrzeug noch einmal steigern. Dies ist ein Ergebnis des dreijährigen Forschungsprojekts Autosafe.

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Autos der kommenden Modellgenerationen werden der Studie zufolge über ein integrales Sicherheitssystem verfügen, an deren Serienreife die Entwickler der Automobilzulieferer und -hersteller in den nächsten Jahren intensiv arbeiten werden. Allein die Vernetzung derzeit bereits auf dem Markt befindlicher oder serienreifer Fahrerassistenzsysteme werde den Gewinn an Komfort und vor allem Sicherheit für den Fahrer noch einmal deutlich erhöhen. Für diese komplexen Aufgaben wird der Einsatz hochintegrierter, intelligenter und skalierbarer Chipmodule erforderlich sein; dadurch wird die Integration in unterschiedlichste Fahrzeugmodelle ebenso erleichtert wie durch eine gemeinsame Softwareplattform. Zu diesen Ergebnissen kamen die Partner des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts Autosafe. Das BMBF unterstützte das Projekt Autosafe mit rund 5,2 Millionen Euro im Rahmen seiner Forschungsprogramme zu den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Ziel des BMBF ist es, mit seinen Fördermaßnahmen nachhaltige Impulse für eine direkte Umsetzung von Forschung- und Entwicklungsergebnissen in Produkte, Dienstleistungen und Verfahren zu geben und damit den IKT-Standort Deutschland branchenübergreifend zu stärken.

Unterstützung in allen Phasen

Im Rahmen des Projekts, das zum Jahresende 2008 ausläuft, waren neben der Continental AG auch der Automobildienstleister Porsche Engineering sowie der Chiphersteller Infineon beteiligt, ein „Modulares System für integrale Sicherheit im Straßenverkehr“ zu erforschen und anschließend in realen Versuchsträgern zu integrieren. Eingesetzt wurden dafür zwei Porsche Cayenne. Dabei verfolgte Autosafe zwei Entwicklungsschienen: Die Erforschung des integralen Sicherheitssystems und eines diesem zugrunde liegenden modularen Hardware-Software-Konzepts.

Das integrale Gesamtsystem soll den Fahrer situationsabhängig während aller Phasen des Fahrens unterstützen - vom normalen Fahren bis hin zu einem drohenden Unfall. Mittels dieses „virtuellen Copiloten“ sollen möglichst viele kritische Situationen vermieden und im Fall nicht mehr zu vermeidenden Kollisionen die Unfallfolgen minimiert werden. Die bei diesem Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden im Laufe der nächsten Jahre schrittweise in die Serienentwicklung der Verbundpartner in Deutschland einfließen.

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