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Audi Sieben Gänge für den TT

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Das neue Doppelkupplungsgetriebe S-Tronic für den Quereinbau überträgt bis zu 450 Newtonmeter Drehmoment. Es könnte in Zukunft die bekannte Sechsgangversion ablösen.

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Die Getriebezukunft begann 2003, als der Volkswagenkonzern das Doppelkupplungsgetriebe DSG (für „Direktschaltgetriebe“) auf den Markt brachte. Die Schaltbox mit sechs Gängen war für die Golf-Frontantriebsplattform mit Quermotor antwickelt worden und kam schnell auf ansehliche Stückzahlen. Auch Audi verwendet das DSG in seinen Modellen A3 und TT, die auf der Plattform des Golf aufbauen.

Kürzlich hat Audi für seinen Sportler TT RS ein neues Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe namens S-Tronic vorgestellt. Weil dieses Getriebe sich zwangsläufig ebenfalls am Front-Quer-Konzept des TT orientieren musste, passt es auch in alle anderen Modelle auf dieser Plattform. Somit liegt die Vermutung nahe, dass es als Nachfolger der bekannten Sechsgang-Box gedacht ist. Schließlich besitzt das neuere kleine DSG des VW-Konzerns mit trockener Anfahrkupplung ebenfalls sieben Gänge.

Hohe mögliche Spreizung

Bei einem maximal übertragbaren Drehmoment von 450 Newtonmetern kamen für das neue Getriebe Trockenkupplungen natürlich nicht in Frage. Die beiden Lamellenpakete sind radial angeordnet und laufen im Ölbad. Ein gemeinsames Ölvolumen kühlt und schmiert die Radsätze sowie die Kupplungen und treibt die mechatronische Getriebesteuerung an. Ein Ventil passt den Ölstrom an den momentanen Bedarf an und hält so die Antriebsleistung der Ölpmpe möglichst gering.

Die maximal mögliche Spreizung der S-Tronic – also das Verhältnis zwischen dem ersten und letzten Gang – beträgt 7,45. Beim sportlich ausgelegten TT RS mit seinem Fünfzylinder-Turbomotor ist es auf einen Wert von 6,6 ausgelegt. Damit ist der siebte Gang immer noch ein vergleichsweise lang übersetzter Schongang, der die Drehzahl und damit den Verbrauch reduziert.

Mit seiner erhöhten Gangzahl, der großen Spreizung und dem hohen Eingangsdrehmoment eignet sich die neue S-Tronic für alle Motoren, die der VW-Konzern für den Quereinbau anbietet – selbst für den enorm drehmomentstarken Bi-TDI mit doppelter Aufladung. Mal sehen, welches Auto die nächste Serienanwendung sein wird.

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