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Siemens VDO Sieht konstruktive Gespräche

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Die Verhandlungen zur Kostensenkung beim Automobilzulieferer Siemens VDO in Würzburg verlaufen nach Ansicht der Unternehmensspitze konstruktiv.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Verhandlungen zur Kostensenkung beim Automobilzulieferer Siemens VDO in Würzburg verlaufen nach Ansicht der Unternehmensspitze konstruktiv. Mit Arbeitnehmervertretern werde derzeit über ein Paket aus verschiedenen flexiblen Maßnahmen gesprochen, das Kosten verringern und Arbeitsplätze langfristig sichern soll, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch der dpa.

Er bestätigte, dass im tschechischen Ostrava ein Schwesterwerk für Würzburg gebaut werde. Diese Mischkalkulation trage dazu bei, Würzburg als Hauptsitz des Geschäftsfeldes mit Produktion und Entwicklung langfristig zu sichern. Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer hingegen sieht die insgesamt 1600 Arbeitsplätze bei Siemens VDO in Würzburg weiter akut gefährdet und lehnt die Pläne der Unternehmensleitung ab.

Die Forderungen seien inakzeptabel, sagte Neugebauer der Tageszeitung "Die Welt" am Mittwoch. So habe Siemens als Alternative für eine Verlagerung der Produktion nach Tschechien unter anderem die Einführung der 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich sowie Verzicht auf Gehaltserhöhung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld gefordert. Nur dann solle der Abbau von Arbeitsplätzen auf 600 beschränkt bleiben.

Am Freitag will die Gewerkschaft mit einer Menschenkette um das Werk, in dem elektrische und elektronische Antriebs- und Informationssysteme für die Automobilhersteller gefertigt werden, gegen eine Verlagerung protestieren.