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Prototyping

Siemens übernimmt Dienstleister für 3D-Druck

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Siemens übernimmt den britischen Dienstleister Materials Solutions Ltd.. Das Unternehmen ist spezialisiert auf das so genannte Selective Laser Melting.

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Siemens sichert sich mit dem Kauf des britischen Dienstleisters Materials Solutions die Technik des Selective Laser Melting.
Siemens sichert sich mit dem Kauf des britischen Dienstleisters Materials Solutions die Technik des Selective Laser Melting.
( Bild: Siemens )

Siemens hat sich mit 85 Prozent am britischen Dienstleister Materials Solutions Ltd. beteiligt. Die verbleibenden 15 Prozent des Unternehmens hält der Gründer des Unternehmen Carl Brancher. Das Unternehmen ist ein Vorreiter beim Einsatz des sogenannten „Selective Laser Melting“ (SLM)-Verfahrens zur Produktion von Hochleistungs-Bauteilen aus Metall. Unter anderem fertigt Materials Solutions Komponenten für Turbolader und Gasturbinen. Im August 2015 hatte Siemens Venture Capital bereits eine Minderheitsbeteiligung von 14 Prozent erworben, über die finanziellen Details der Vereinbarung wurde Stillschweigen vereinbart.

Hochtemperaturbeständige Superlegierungen

„Mit der Akquisition von Materials Solutions sichern wir uns weltweit führendes Know-how bei Werkstoffen und der Prozessentwicklung für die additive Fertigung insbesondere mit hochtemperaturbeständigen Superlegierungen. Die Stärke des Unternehmens liegt darin, innerhalb kürzester Zeit 3D-Modelle in hochwertige Komponenten umzusetzen“, sagt Willi Meixner, CEO der Siemens Division Power and Gas. Materials Solutions wurde im Jahr 2006 gegründet und fertigt für den Motorsport, die Luftfahrt und Stromerzeugung. Siemens verwendet die additive Fertigung zum schnellen Erstellen von Prototypen (Rapid Prototyping) und hat bereits serienreife Lösungen zur Fertigung von kleinen Brennerdüsen der mittleren Leistungsgröße eingeführt.

Beim der additiven Fertigung entstehen Objekte Lage für Lage aus einem schichtförmig aufgebauten CAD-Modell. Bislang wurden mit der Technik, die auch als 3D-Druck bekannt ist, vor allem Prototypen zur Verifizierung von neuen Designentwicklungen hergestellt. Jüngste Fortschritte haben die Möglichkeiten des Verfahrens erweitert: Heute verfügbare Faserlaser besitzen genügend Leistung, um hochleistungsfähige Metalllegierungen zu schmelzen und damit Komponenten für Gasturbinen oder Düsentriebwerke herzustellen.

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