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Wirtschaft Skoda-Chef: „Werden nicht zu einem neuen Dacia“

| Autor / Redakteur: dpa / Svenja Gelowicz

Thomas Schäfer, Chef von der VW-Marke Skoda, will seine „eroberte Marktposition“ nicht aufgeben. Zuvor gab es Kritik von VW-Chef Herbert Diess.

Skoda-Chef Thomas Schäfer bei der Vorstellung des SUVs Enyaq.
Skoda-Chef Thomas Schäfer bei der Vorstellung des SUVs Enyaq.
(Bild: Skoda)

Die tschechische Volkswagen-Tochter Skoda will sich nicht allein auf das Niedrigpreissegment konzentrieren. „Wir werden nicht zu einem neuen Dacia“, sagte der neue Chef der Marke, Thomas Schäfer, in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Zeitung „Hospodarske noviny“ aus Prag. Die rumänische Renault-Tochter Dacia ist für ihre sehr preisgünstigen Fahrzeuge bekannt.

Gleichwohl sprach sich Schäfer für die Fortführung der Kombivariante, die ursprünglich auslaufen sollte, bei der geplanten nächsten Generation des Kleinwagens Fabia aus. Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess hatte vor kurzem erklärt, Skoda sei „nicht aggressiv genug“ am Volumenmarkt im Wettbewerb mit Koreanern oder Franzosen.

Dem stimme er zu, sagte Schäfer. Dies bedeute aber nicht, dass man einmal eroberte Marktpositionen aufgeben werde.

Schäfer, bis dahin Geschäftsführer von Volkswagen Südafrika, war vor einem Monat zu Skoda gewechselt. Die Marke mit Sitz in Mlada Boleslav, die als Renditeträger im VW-Konzern gilt, stellte vor wenigen Tagen erstmals den neuen Enyaq iV vor. Das Elektroauto wird je nach Modellvariante eine Reichweite von bis zu 510 Kilometern haben. Die Serienproduktion soll Ende des Jahres anlaufen.

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