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Produktion Skoda eröffnet erste Aluminium-Pressenstraße

| Redakteur: Christian Otto

Die VW-Tochter hat im Stammwerk in Mladá Boleslav nun eine eigene Presse für Aluminium-Karosserieteile. Sie soll äußerst energieefizient und schnell umrüstbar sein.

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Skoda verfügt nun über seine eigene Aluminium-Pressenstraße.
Skoda verfügt nun über seine eigene Aluminium-Pressenstraße.
(Bild: Skoda)

Skoda hat eine neue Servo-Pressenstraße am Stammwerk im tschechischen Mladá Boleslav feierlich eröffnet. Im März startet der Vollbetrieb der ersten Pressenstraße für Aluminium-Karosserieteile. Dann sollen dort täglich bis zu 23.000 Pressteile für unterschiedliche Modelle entstehen.

Die Bauarbeiten an der 11.600 Quadratmeter großen Halle 4 begannen 2015, die Gesamtinvestitionen betragen laut dem Hersteller 86,4 Millionen Euro. In dem hochmodernen Presswerk ist es erstmals möglich, auch große Karosserieteile aus Aluminium zu pressen.

Die vor Ort genutzte neue PXL II-Pressenstraße setzt laut der VW-Tochter auf innovative Servotechnik: Die zur Herstellung der Pressteile benötigte Energie wird direkt in den 14 Servomotoren der Pressenstraße erzeugt. Konventionelle mechanische Pressenantriebe verwenden stattdessen die in einem Schwungrad akkumulierte Energie. Anders als bei diesem System kann laut Skoda die Umformungsenergie bei der PXL II-Pressenstraße je nach Bedarf flexibel eingestellt und reguliert werden.

Hohe Energieeinsparung

Das die neue Anlage Energie zurückgewinnen kann, die beim Pressen freigesetzt wurde, sei ein weiterer Vorteil. Im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen verbraucht die neue Pressenlinie im Dauerbetrieb demnach bis zu 15 Prozent weniger Energie. Zudem verkürzen sich die Umrüstzeiten auf lediglich drei Minuten.

„Die neue Pressenstraße ist eine wichtige Investition in das Wachstum der Marke Skoda und in die Zukunft des Standortes Mladá Boleslav“, erklärte Michael Oeljeklaus, Skoda-Vorstandsmitglied für Produktion und Logistik und fügte hinzu: „Das neue Presswerk ist ein weiterer wichtiger Baustein unserer ,GreenFuture‘-Umweltstrategie, die den Fokus auf eine besonders ressourcenschonende und nachhaltige Fertigung sowie energieeffiziente Fahrzeuge legt.“

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