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Entwicklung Skoda Slavia: Prototyp aus der Academy

| Autor / Redakteur: Patrick Broich/SP-X / Thomas Günnel

Ausbildung ganz praktisch: Der Skoda Slavia ist das siebte Fahrzeug, das Azubis der Skoda Academy auf die Räder gestellt haben. Fans der Marke dürften es sich ins Modellprogramm wünschen.

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Handarbeit aus der Skoda Academy: Der Slavia würde die Skoda-Modellpalette bestens ergänzen.
Handarbeit aus der Skoda Academy: Der Slavia würde die Skoda-Modellpalette bestens ergänzen.
(Bild: Skoda)

Das siebte Azubi-Fahrzeug aus Skodas renommierter und bereits 1923 gegründeten Berufsschule ist ein knackiger Spider ohne Dach – eine Fahrzeugkategorie, die immer mehr aus der aktuellen Autolandschaft verschwindet. Die Vorlage liefern 31 Auszubildende: allesamt so bewandert in den Bereichen Elektronik, Karosseriebau, Lack und Mechanik, dass sie ohne großes Eingreifen der Lehrherren ein beeindruckendes Auto auf die Räder gestellt haben.

Das zieht nicht einfach nur Blicke auf sich – bei näherer Betrachtung entpuppt es sich als absolut markenwürdiger Prototyp – durchdacht und mit solidem Finish. Die Basis dafür lieferte der Skoda Scala.

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Akustische Einlage

Humor haben die Automotive-Schüler auch bewiesen: Beim Hinsetzen im Slavia, dessen Name übrigens an die Fahrrad-Marke der Skoda-Gründer Laurin und Klement erinnern soll, begrüßt ein schnarrendes Geräusch aus den unübersehbar angebrachten Lautsprechern. Es lässt sich schwer zuordnen, vielleicht das Rascheln einer Spinne? Schließlich ist es ja ein Spider.

Der weitgehend der Großserie entliehene Innenraum wird von einer mächtigen Musikanlage beschallt, die einen 2.250 Watt starken Subwoofer bemüht, und es gibt zahlreiche 320 Watt-Lautsprecherboxen. Überhaupt ist Akustik ein Thema beim Slavia, der sich nach dem Motorstart so emotional zu Wort meldet, dass Musik nicht mehr so wichtig erscheint. Kein Wunder, schließlich haben sich die Nachwuchstalente vom raren Rennmodell Skoda 1100 OHC inspirieren lassen, das in puncto Motorsound allerdings noch zwei Schippen drauflegt.

Testfahrt im Prototyp

Wenn Skoda einmal jährlich turnusmäßig sein Azubi Car präsentiert, darf es tatsächlich auch gefahren werden. Also schnell den Renngurt angelegt und auf die Teststrecke. Unter der Haube steckt der 1,5 Liter große Vierzylinder-Direkteinspritzer mit 110 kW/150 PS, der sein Drehmoment an den siebenstufigen Doppelkuppler weitergibt – das ist konventionelle Großserientechnik. Bei forscherem Druck auf´s Fahrpedal, entwickelt er jedoch Sportwagen-Klänge auf einem Level, das die europäische Kommission heute wohl nicht mehr mittragen würde. Dazu passt auch die Optik des Slavia mit prägnantem Diffusor und mächtigen Auspuff-Endrohren.

Der Skoda-Schriftzug präsentiert sich hell illuminiert – keine Frage, der Slavia soll extrovertiert herüberkommen. Auch der schwarze Spoiler auf dem Heckdeckel sticht hervor; wie übrigens sämtliche in tiefem Schwarz gehaltenen Akzentteile, die einen markanten Kontrast zum „White Cristal Blue“ bilden – so heißt der Farbton des Concepts offiziell.

Unterhalb der Schweller haben die jungen Techniker programmierbare LED installiert, mit denen der Slavia ein Umgebungslicht in den Farben der tschechischen Trikolore generiert. Die Chancen auf eine Serienfertigung stehen indes schlecht. Schade, ein ausgefallenes, offenes Spaß-Fahrzeug würde die ansonsten sachliche Skoda-Palette durchaus aufwerten.

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