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Wirtschaft Skoda weiter auf Wachstumskurs

| Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Christian Otto

Trotz eines schwachen Marktes kann Skoda die Verkäufe in Deutschland dieses Jahr um fast fünf Prozent steigern.

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Skoda-Chefin Imelda Labbé blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück.
Skoda-Chefin Imelda Labbé blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück.
(Foto: Skoda)

Skoda stuft 2013 schon jetzt als „sehr erfolgreiches Jahr“ ein. Auf einer Presseveranstaltung in Frankfurt teilte die Sprecherin der Geschäftsführung von Skoda Deutschland, Imelda Labbé, mit, dass die Marke 2013 hierzulande wieder einen Absatzrekord erreichen werde. So geht der Importeur von insgesamt rund 158.000 Neuzulassungen aus. Im vergangenen Jahr waren es noch etwas über 147.000 verkaufte Neuwagen. Somit kann Skoda trotz des schrumpfenden Marktes (-4,3 Prozent) sein Volumen steigern (+4,8 Prozent). Der Importeur werde damit zum Jahresende voraussichtlich einen Marktanteil von rund 5,4 Prozent (nach 4,78 % in 2012) ausweisen können.

Auf dem Weg zum Volumenhersteller

In Bezug auf das Neuzulassungsvolumen erreicht Skoda den siebten Platz unter den Marken, die in Deutschland vertreten sind. Im reinen Endabnehmergeschäft mit privaten und gewerblichen Kunden ohne Autovermieter ist Skoda inzwischen die fünftstärkste Marke – hinter Volkswagen und drei deutschen Premiumherstellern. Labbé ergänzt: „Besonders hoch im Kurs stehen unsere Autos bei den Privatkunden. Dort werden wir mit großer Wahrscheinlichkeit hinter VW und Mercedes den dritten Podiumsplatz belegen.“

Skoda ist damit zum fünften Mal in Folge die Importmarke Nummer Eins in Deutschland. Der Fahrzeugbestand wird in diesem Jahr auf etwa 1,4 Millionen Autos anwachsen – der Importeur geht bis 2020 von einem Bestand von über zwei Millionen Fahrzeugen aus. „Eine tolle Zahl, wenn man bedenkt, dass wir vor 22 Jahren quasi bei null angefangen haben“, stellte die Geschäftsführerin fest. Zudem bilde der wachsende Fahrzeugbestand eine solide Basis für ein lukratives Werkstattgeschäft.

Weiteres Wachstum erwartet

Für 2014 erwartet die Geschäftsführerin weitere Zuwächse. Skoda Deutschland rechnet für das kommende Jahr mit einem moderaten Wachstum des Gesamtmarkts auf rund drei Millionen Neuzulassungen. Labbé ist sich sicher, dass die Marke auch im kommenden Jahr deutlich stärker als der Markt abschneiden werde. Das führt sie auf die erfolgreiche Modellpolitik zurück. Der neue Octavia werde vom Markt sehr gut angenommen und der Verkauf des neuen Rapid Spaceback sei gerade angelaufen und gebe starke Wachstumsimpulse für 2014. Zudem käme im kommenden Jahr der neue Fabia.

Ein wichtiges Thema für die kommenden Monate sei der Flottenmarkt, auf den der Importeur seinen Fokus richten wolle. Bei den einzelnen Gewerbetreibenden sei man schon sehr erfolgreich, aber bei den großen Flotten gebe es noch Potenzial. Daher sei Skoda Deutschland verstärkt dabei, Händler zu qualifizieren, um ein flächendeckendes Netz von Flottenstützpunkten aufbauen zu können.

Auch der Handel habe ein gutes Jahr hinter sich, erklärte Labbé. Mit einer Umsatzrendite von durchschnittlich 1,7 Prozent würden sich die Skoda-Partner am oberen Ende der Skala im Markt bewegen. Wichtigstes Thema für die Händler sei im kommenden Jahr die Umstellung des Corporate Designs.

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