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Fahrbericht

Smart Fortwo/Forfour: Kurz und würzig

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Zwei Dreizylinder-Benziner stehen zur Markeinführung im November für den Zweitürer zur Wahl. Beim Forfour beschränkt sich das Angebot zunächst auf das vorläufige Basistriebwerk, den Saugmotor mit 52 kW/71 PS. Grundsätzlich wird diese Maschine ebenso wie der stärkere Turbomotor, der 66 kW/ 90 PS leistet, mit einem manuellen Fünfganggetriebe kombiniert. Im Frühjahr 2015 folgt ein Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Gängen sowie der Dreizylinder-Basismotor mit 45 kW/60 PS. Die Verbrauchswerte: 4,1 und 4,2 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Einen Dieselmotor wird es nicht geben, zu gering ist die Akzeptanz des Selbstzünders in dieser Klasse. Wohl aber einen Elektroantrieb, der allerdings erst geraume Zeit nach der Einführung der weiteren Versionen (Cabrio, Brabus) 2015 folgen wird.

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Wohltuend ist der Verzicht auf das automatisierte Schaltgetriebe, das mit seinen als ewig empfundenen Zugkraftunterbrechungen die Karosserie des Smart und die Köpfe seiner Passagier bisher zu unvermeidbaren Nickbewegungen angeregt hat. Die Handschaltung funktioniert hinreichend genau, der Doppelkupplungsautomat beschleunigt den Fortwo je nach Motorversion in 14,4 und 10,4 Sekunden nahezu ruckfrei von 0 auf 100 km/h.

Das Nicken hat der kleine Smart dennoch nicht verlernt. Auch die Verlängerung des Radstands kann Längsbewegungen der Karosserie nicht völlig unterbinden. Kurze Wellen in der Fahrbahn führen ebenfalls zum sanften Galopp über die Straße – allerdings weitaus erträglicher als bisher. Denn die Fahrwerksänderungen mit dem Einbau von McPherson-Federbeinen vorn und einer DeDion-Hinterachse (mit längs eingebauten Drehfedern) erweisen sich als überaus wirksam. Dazu kommt die überragende Handlichkeit des Smart. Der Fortwo dreht mit einem Wendekreis von 6,95 Metern gewissermaßen auf der Hinterhand, der Forfour erledigt diese Aufgabe mit 8,65 Metern kaum weniger gut.

Sicher wie ein Großer

Für die Sicherheit sind fünf Airbags an Bord, neu ist das Luftkissen für die Knie, das den gesamten Fußraum des Fahrers bei einem Aufprall polstert. Dazu gibt es optional einen empfehlenswerten Seitenwind-Assistent, den Abstandswarner mit Notbremsfunktion, den Laneassist mit Spurhaltewarnung sowie eine Geschwindigkeitsregelanlage. Das Panoramadach im Fortwo und das Faltdach im Forfour steigern das Fahrerlebnis, das JBL-Soundsystem für 600 Euro trägt außerdem dazu bei. beide Baureihen sind in den Ausstattungslinien „Passion“, „Prime“ und „Proxy“ zu haben.

Für Konnektivität ist das Smart-Media-System mit seinem berührungssensitiven Siebenzoll-Farbmonitor zuständig. Bluetooth-Technik für freies Sprechen beim Telefonieren und Audio Streaming gehört dazu. Das alles kostet im Cool&Audio-Paket einschließlich Klimaautomatik 1.700 Euro Aufpreis. Dazu bietet Smart kostenlose Apps – etwa eine, die freie Parkplätze in Großstädten aufzeigt und die Navigation dorthin startet. In Barcelona, wo beide Smarts für erste Probefahrten bereitstanden, gibt es bereits 200 dieser Parkplatzempfehlungen.

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