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Produktion Daimler will Smart-Werk in Hambach verkaufen

| Autor: Christian Otto

Mercedes-Benz will sich vom Smart-Werk im französischen Hambach trennen. Trotzdem sollen dort weiterhin Smart-Modelle gefertigt werden.

Mercedes-Benz bietet das Smart-Werk in Hambach zum Verkauf an. Die Coronakrise und der Transformationsprozess zwingen den OEM laut eigener Angaben zur Ausdünnung des Produktionsnetzwerkes.
Mercedes-Benz bietet das Smart-Werk in Hambach zum Verkauf an. Die Coronakrise und der Transformationsprozess zwingen den OEM laut eigener Angaben zur Ausdünnung des Produktionsnetzwerkes.
(Bild: Daimler)

Mercedes-Benz will Gespräche über den Verkauf des Smart-Werks im französischen Hambach führen. Der Daimler-Konzern muss laut eigener Angaben auch aufgrund der Coronakrise die Kapazitäten innerhalb des globalen Produktionsnetzwerkes anpassen. Zudem fordere die angestoßene Transformation des Unternehmens starke Sparmaßnahmen.

Bei dem geplanten Verkauf des Werks in Hambach erwartet die Mercedes-Benz AG einen negativen Sondereffekt in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe. Und es könnte noch teurer für die Stuttgarter werden.

Aktuelle Smart-Modelle weiter aus Hambach

Laut Markus Schäfer, der als Vorstand die Konzernforschung verantwortet und COO von Mercedes-Benz Cars ist, will man die Zukunft am Standort sichern – in diesem Fall dann wohl durch einen Verkauf. Auch sollen nach Schäfers Aussagen aktuelle Smart-Modelle weiterhin vor Ort gefertigt werden. Inwieweit das aber auch mit einem neuen Eigner möglich ist, bleibt abzuwarten.

Seit 1997 laufen am französischen Standort Modelle der Daimler-Tochter vom Band. Derzeit arbeiten dort rund 1.600 Beschäftigte. Deren Zukunft wurde schon mit der Entscheidung ungewiss, ab 2022 die Elektroautos der Marke in einem Joint Venture mit Geely in China zu bauen.

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 Christian Otto

Christian Otto

stellvertretender Chefredakteur, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE