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Umfrage Smartphone am Steuer: oft akzeptierte Gefahr

| Redakteur: Thomas Günnel

Das Smartphone am Steuer: Viel zu gefährlich und dennoch oft genutzt. Eine Umfrage des Start-ups German Autolabs und des Marktforschungsinstituts YouGov bestätigt: Vor allem junge Autofahrer kennen die Gefahr, nehmen sie aber in Kauf.

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Das Smartphone am Steuer. Eine Umfrage zeigt: Die Gefahr ist bekannt, wird aber mehrheitlich in Kauf genommen.
Das Smartphone am Steuer. Eine Umfrage zeigt: Die Gefahr ist bekannt, wird aber mehrheitlich in Kauf genommen.
(Bild: SP-X/Mario Hommen )

Jung, wild und ständig online – auch hinterm Steuer? Das wollte das Berliner Start-up German Autolabs wissen und hat gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut YouGov über 400 Autofahrer im Alter von 18 bis 22 Jahren zu ihrem digitalen Verhalten hinterm Steuer befragt.

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Demnach zeigen sich die jungen Autofahrer verantwortungsbewusster als allgemein angenommen. Drei von vier Befragten gaben an, dass sie den Griff zum Smartphone hinterm Steuer als gefährlich einschätzen und jeder Dritte hält dies sogar für gefährlicher als Autofahren mit 0,5 Promille Alkohol im Blut. Auch das aktuelle Strafmaß von 100 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg empfinden über die Hälfte der vermeintlichen jungen Wilden hinterm Steuer als absolut gerechtfertigt, jeder Dritte hält dies sogar für zu niedrig.

Hauptgrund Musikauswahl

Aber: Trotz des erhöhten Bewusstseins greifen immerhin 37 Prozent der Befragten doch ab und zu auch während der Fahrt zum Smartphone. Als Hauptgründe werden die Musikauswahl (63 Prozent), aber auch das Chatten über Messenger-Dienste (40 Prozent) genannt. Immerhin 15 Prozent greifen zum Telefon, um zu telefonieren. Berufliche Gründe wie das Beantworten von E-Mails spielt für die junge Generation hinterm Steuer noch keine große Rolle (sieben Prozent).

Rote Ampelphasen (77 Prozent) sowie Stau (58 Prozent) werden als häufigste Verkehrssituationen genannt, in denen die Hände vom Steuer Richtung Smartphone wandern. 17 Prozent der Befragten geben allerdings auch an, dies bei zähflüssigem Verkehr zu tun, im normalen Verkehr noch circa jeder Zehnte.

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