Marktstrategie So will VW seine Elektro-Offensive in China fördern

Autor Christoph Seyerlein

China ist für Volkswagen der wichtigste Markt; die Verkäufe von E-Autos laufen aber bislang denen in Europa klar hinterher. Nun startet der ID3 in China. Mit welchen Maßnahmen VW seiner E-Offensive in Asien Schwung verleihen will.

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VW liefert den ID3 nun auch in China aus.
VW liefert den ID3 nun auch in China aus.
(Bild: Volkswagen)

Seit Freitag (22. Oktober) liefert VW nun auch in China den ID3 aus. Das Fahrzeug ergänzt das Elektro-Portfolio der Marke vor Ort, das bislang aus den Modellen ID4 und ID6 besteht. Damit einher geht auch eine Vertriebsoffensive des Fabrikats.

Wie Vertriebsvorstand Klaus Zellmer über Linkedin mitteilte, hat VW bereits 60 ID-City-Schauräume in China eröffnet. Bis Ende des Jahres soll diese Zahl auf bis zu 170 steigen. Insgesamt will Volkswagen seine ID-Modelle in etwa 50 Städten „an extrem attraktiven Hotspots“ ausstellen.

In China hat Volkswagen viel Anlaufzeit benötigt, um seine Elektromodelle ins Rollen zu bringen. Noch immer ist das Geschäft mit den Stromern dort nicht ansatzweise so stark wie etwa in Europa. Allerdings konnte VW die Zuwachsraten in dem Land deutlich steigern. Im laufenden Jahr hat Volkswagen in China nach drei Quartalen 47.200 Elektroautos ausgeliefert (+201 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum); 28.900 Stück davon gingen allein im dritten Quartal an Kunden.

In Europa übergab der Autohersteller zwischen Januar und September knapp 210.000 BEVs (+120 Prozent). Den ID3 haben seit seinem Start vor gut einem Jahr auf dem Kontinent Zellmer zufolge rund 150.000 Käufer bestellt. Der Vertriebsvorstand sprach in seinem Linkedin-Beitrag von einer „großartigen Erfolgsgeschichte“, die VW mit dem Start in China nun fortschreiben wolle.

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