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ZF Sachs Solidarfonds gegründet

| Redakteur: Thomas Weber

Der Automobilzulieferer dehnt die Kurzarbeit in seinem Schweinfurter Werk auf alle 7.600 Beschäftigten aus und ruft für die Betroffenene einen Solidarfonds ins Leben.

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ZF Sachs weitet die Kurzarbeit in seinem Werk Schweinfurt zum 1. März auf alle 7.600 Beschäftigten aus. Grund sei die anhaltend schwache Nachfrage der Automobilhersteller, teilte der Zulieferer am heutigen Dienstag mit. Mit einem Solidarfonds, in den auch der Vorstand einzahlt, sollen die finanziellen Belastungen für die Betroffenen abgemildert werden.

In Schweinfurt ist die Sparte Antriebs- und Fahrwerkkomponenten des Friedrichshafener ZF-Konzerns angesiedelt. Bereits seit dem 1. Februar 2009 arbeitet ein Teil der Belegschaft kurz. Nun seien neben der Produktion und produktionsnahen Bereichen auch andere Abteilungen betroffen, heißt es.

Die Arbeitszeit werde um 10 bis 50 Prozent verkürzt. Um das gesetzliche Kurzarbeitergeld aufzustocken, kamen das Unternehmen und der Betriebsrat überein, einen Fonds ins Leben zu rufen. „Dieses Fondsmodell wird gespeist durch Solidarbeiträge aller tariflichen und außertariflichen Mitarbeiter, der leitenden Angestellten, des Vorstands und des Unternehmens ZF Sachs“, heißt es weiter.

Während der Kurzarbeit, die zunächst für ein halbes Jahr vereinbart wurde, sollen die Mitarbeiter umfassend weiterqualifiziert werden. Oberstes Ziel sei es, die Arbeitsplätze zu sichern. Auch Auszubildende sollen trotz der schwierigen Lage unbefristet übernommen werden. Der Betriebsratsvorsitzende Willy Dekant zeigte sich zufrieden. Angesichts der deutlichen Auftragsrückgänge seien die finanziellen Einbußen für die Mitarbeiter vertretbar gestaltet worden, erklärte er.

dpa

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