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Mahle Sparkurs wird verschärft

| Redakteur: Thomas Weber

Der Zulieferer will in diesem Jahr seine Kapazitäten weiter und noch deutlicher an die reduzierte Marktnachfrage anpassen.

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Mahle verschärft nach einem Gewinneinbruch 2008 seinen Sparkurs. „Trotz erster Sparmaßnahmen war ein deutlicher Ergebnisrückgang im Vergleich zum Vorjahr nicht zu vermeiden“, schreibt Mahle-Chef Heinz Junker in der Mitarbeiterzeitung „Global“ und kündigt an: „2009 werden wir unsere Kapazitäten weiter und noch deutlicher an die reduzierte Marktnachfrage anpassen müssen.“ Das Stuttgarter Unternehmen habe bereits begonnen, ohnehin geplante Restrukturierungsmaßnahmen zu beschleunigen. „Außerdem müssen wir 2009 weltweit Kosten senken, wo immer es möglich ist“, so Junker. Dies gelte neben der Produktion auch für Verwaltung, Vertrieb und Entwicklung.

„Alles muss auf den Prüfstand. Wir müssen unsere variablen Kosten an die aktuelle Marktsituation anpassen und alle Instrumente der Arbeitszeitflexibilisierung nutzen“, schreibt Junker. Da sich derzeit keine Verbesserung der Lage abzeichne, sei in Deutschland nahezu flächendeckend Kurzarbeit eingeführt worden.

Der Umsatz sei 2008 leicht unter dem Vorjahresniveau von fünf Milliarden Euro geblieben. Vor allem im vierten Quartal habe das Unternehmen weltweit dramatische Markteinbrüche hinnehmen müssen, die Erlöse seien um 18 Prozent eingebrochen. „Und dieser Umsatzrückgang führte in manchen Produktionswerken zu einer Unterauslastung von 50 Prozent und mehr.“

Der Kolbenspezialist beschäftigt weltweit rund 50.000 Mitarbeiter, knapp 10.000 davon in Deutschland. 2007 war der Gewinn des Konzerns noch um 16 Prozent auf 223 Millionen Euro gestiegen. Die Zahlen für 2008 legt Mahle am 27. April in Stuttgart vor.

dpa

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