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Opel Astra GTC Sportlicher Dreitürer

| Autor / Redakteur: sp-x / Vera Scheid

Opel setzt zur Jagd auf den VW Scirocco an. Der neue Astra GTC wurde dazu kräftig auf Dynamik gebürstet. Kaum ein Blechteil blieb unangetastet.

Ein Coupé ist ein Fünftürer, dem zwei Türen fehlen. Das stimmt leider häufig genug, gilt aber nicht für den Astra GTC, den Opel im Herbst knapp zwei Jahre nach dem Debüt des fünftürigen Astra nachschiebt. In der neuen Karosserievariante werden die Fondtüren nicht einfach durch fugenlose Bleche ersetzt, sie ist äußerlich vielmehr ein ganz anderes Auto.

Das Debüt ist am 15. September auf der IAA. Bestellen kann man ihn schon ab dem 7. Juni. Um die Wartezeit bis zur Premiere zu verkürzen, zeigt Opel erste Aufnahmen des sportlichen Dreitürers auf der Internetseite.

Der Astra GTC tritt als Coupé der Kompaktwagenfamilie auf. Dem sportlichen Anspruch entsprechend wurde die Karosserie komplett umgekrempelt. Lediglich Rückspiegelgehäuse und Antenne sind laut Opel noch mit dem Fünftürer identisch. An der Front fällt als Unterscheidungsmerkmal zunächst ein deutlich vergrößerter unterer Lufteinlass auf. Ein schwungvoller Blechknick an der Fahrzeugseite und das breite Heck mit Dachspoiler sorgen zusätzlich für Eigenständigkeit.

Auch am Fahrwerk wurde gefeilt, damit die äußerliche Dynamik auch auf die Straße findet. Alle Motorvarianten erhalten ein spezielles sogenanntes Hiperstrut-Hochleistungsfederbein an der Vorderachse, das das konventionelle McPherson-Exemplar ersetzt. Dadurch soll sich der bei Fronttrieblern häufig störend auftretende Antriebseinfluss auf die Lenkung reduzieren. Auch die Optik profitiert, da nun größere Reifen an die Achse passen.

Fünf Triebwerke zum Marktstart

Die Motoren hingegen sind aus dem Fünftürer bekannt; zum Marktstart im Herbst stehen fünf Triebwerke zur Wahl. Den Einstieg markiert ein 1,4-Liter-Saugmotor mit 74 kW/100 PS, darüber rangieren zwei Turboversionen mit 88 kW/120 PS und 103 kW/140 PS. Top-Motor ist vorläufig ein 1,6-Liter-Turbo mit 132 kW/180 PS. Eine besonders leistungsstarke OPC-Version mit deutlich mehr als 200 PS folgt im kommenden Jahr. Auf Dieselseite wird lediglich der stärkste Motor aus dem fünftürigen Astra angeboten, ein 2,0-Liter-Aggregat, erstarkt auf 121 kW/165 PS.

Sportfahrwerk serienmäßig

Zur Ausstattung des GTC zählen neben Klimaanlage, CD-Radio und elektrischen Außenspiegeln auch Besonderheiten wie ein Sportfahrwerk und ein adaptives Fahrlicht. Dieses verfügt erstmals bei Opel über einen kamerabasierten Fernlicht-Assistenten, der die Blendung des Gegenverkehrs verhindert. Optional gibt es unter anderem eine Frontkamera mit verbesserter Verkehrszeichenerkennung, einen Spurhalteassistenten und einen Abstandswarner. Auch der aus anderen Modellen der Marke bekannte ergonomische Sportsitz ist gegen Aufpreis zu haben.

Die Preisliste für den Dreitürer startet bei 19.900 Euro. Damit ist er rund 3.000 Euro teurer als die günstigste Version des Fünftürers mit gleichem Motor. Der üppige Aufschlag relativiert sich aber bei den stärker motorisierten Modellen. Ist beispielsweise der 1,6-Liter-Turbobenziner unter der Haube, ist der GTC mit 23.250 Euro nur noch 560 Euro teurer als der normale Astra. Seinen Wolfsburger Wettbewerber, den VW Scirocco, unterbietet der Rüsselsheimer aber immer deutlich: der dreitürige Coupé-Ableger des VW Golf kostet mindestens 22.500 Euro (90 kW/122 PS).

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