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Opel Astra Sports Tourer statt Caravan

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Die Kombivariante des neuen Opel Astra folgt mit ihrer Form- und Namensgebung dem Vorbild des erfolgreichen Insignia. Der Sports Tourer soll Praxisnutzen mit elegantem Auftritt verbinden.

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Opel präsentiert den Astra Sports Tourer – und legt nun auch für die Kombivariante des Astra den Traditionsnamen Caravan zu den Akten. Der Sports Tourer ist nach der gleichen Designphilosophie entstanden wie sein Mittelklasse-Pendant Insignia Sports Tourer und wirkt genauso dynamisch. Dank der geschickteren Laderaumgestaltung geht die Form anders als beim Insignia nicht zulasten der Funktion: Das auf maximal 1.550 Liter Volumen vergrößerte Ladeabteil eröffnet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.

Die Technikfeatures der neuen Astra-Generation besitzt selbstverständlich auch der Kombi. Dazu zählen beispielsweise das mechatronische Flexride-Fahrwerk, das adaptive Fahrlicht AFL+, die Frontsitze mit dem Gütesiegel der Aktionsgemeinschaft Gesunder Rücken (AGR) oder die Frontkamera mit Verkehrsschilderkennung und Spurassistent. Darüber hinaus entwickeln die Opel-Ingenieure derzeit die nächste Generation des integrierten Flexfix-Fahrradträgersystems, die im kommenden Jahr erhältlich sein wird.

Funktionelle Details im Laderaum

Das Gepäckabteil des Astra Sports Tourer ist mit seinen flachen und ebenen Seitenwänden auf müheloses Beladen ausgelegt. Das Transportvolumen lässt sich von 500 auf bis zu 1.550 Liter erhöhen. Um die Nutzbarkeit zu steigern, haben die Opel-Ingenieure Bedienelemente integriert, die sonst nur in Kombis der Premiumklasse zu finden sind.

Das Ergebnis ist das Rücksitzsystem Flexfold. Damit lassen sich die im Verhältnis 60/40 geteilten Lehnen im Fond von der Ladeöffnung aus umlegen. Der Druck auf eine Taste an der Kofferraumflanke löst elektrisch die Federkraft und die Lehne klappt vor. So wächst die Laderaumlänge auf 1.835 Millimeter, ein Plus von 28 Millimetern gegenüber dem aktuellen Astra Caravan.

Auch im Passagierabteil haben sich de Ingenieure um maximalen Stauraum bemüht. Immerhin 25 Liter an zusätzlichen Ablagen wartet dort auf Reiseutensilien oder Kinderspielzeug – 50 Prozent mehr als im Vorgängermodell.

Einmal in Fahrt, soll sich das lange Kombiheck allerdings in Luft auflösen – Opel verspricht ein ebenso agiles und komfortables Fahrverhalten wie bei der Limousine. An der Hinterachse kommt eine Kombination von Verbundlenker und Watt-Gestänge zum Einsatz. Die Konstruktion, die nur Opel anbietet, nimmt bei Kurvenfahrten Querkräfte auf und verbessert damit die Fahrstabilität. Das Setup der Dämpfer ist an die höhere Zuladung des Kombis angepasst.

Das Fahrverhalten lässt sich durch das adaptive mechatronische Flexride-Fahrwerk noch verbessern – eine Besonderheit im Kompakt-Segment. Das System passt die Dämpfercharakteristik permanent an Fahrbahnbeschaffenheit und Fahrstil an. Im Standardmodus nutzt Flexride die gesamte Bandbreite von Dämpferkennungen. In den vom Fahrer wählbaren Modi Sport und Tour kommen entsprechend die sportlichsten oder komfortabelsten Einstellungen zum Einsatz. Im Sportmodus ändert sich zudem das Ansprechverhalten von Gas und Lenkung.

Da der Astra Sports Tourer als Zugfahrzeug prädestiniert ist, bietet Opel auch das Anhänger-Stabilitätssystem Trailer Stability Assist (TSA) an, das ein Aufschwingen sowie Pendelbewegungen des Gespanns unterbindet.

Motoren demnächst mit Start-Stopp-System

Die Antriebspalette für den Astra Sports Tourer besteht aus acht Benzin- und Dieselmotoren in einer Leistungsbandbreite von 70 kW/95 PS bis 132 kW/180 PS. Neu hinzugekommen ist der 1,4-Liter-Turbobenziner mit 88 kW/120 PS und serienmäßigem Sechsgang-Schaltgetriebe. Die Version des 1,4-Liter-Turbos mit 103 kW/140 PS ist nun auch mit Sechsstufen-Automatik erhältlich.

Der 2.0 CDTI mit 118 kW/160 PS markiert die Spitze bei den Dieselmotoren. Er gibt ein Drehmoment von maximal 380 Newtonmetern (mit Overboost-Funktion) ab und soll nur 5,1 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen. Die CO2-Emission beträgt laut Opel 134 Gramm pro Kilometer.

In Kürze führt Opel für die gesamte Astra-Modellpalette ein Start-Stopp-System ein. Als erstes wird die neue Ecoflex-Variante des 1.3 CDTI über das System verfügen.

Die Weltpremiere des Astra Sports Tourer steht auf dem Pariser Autosalon (2. bis 24. Oktober 2010) an, bevor der Newcomer ab November in den Markt startet. In Deutschland macht der Kombi bis zu 50 Prozent des gesamten Astra-Verkaufsvolumens aus.

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