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Produktion Sportwagenschmiede TVR expandiert

Autor / Redakteur: Annette Laqua / Wolfgang Sievernich

Der wiederbelebte britische Sportwagenhersteller TVR baut ein neues Werk im Süden von Wales.

TVR plant, in den kommenden fünf Jahren in Wales über 30 Millionen britische Pfund in die neue Fabrik zu investieren.
TVR plant, in den kommenden fünf Jahren in Wales über 30 Millionen britische Pfund in die neue Fabrik zu investieren.
(Foto: TVR)

Die Zentrale von TVR befindet sich zwar im Süden der britischen Insel in unmittelbarer Nähe von Southampton, doch für ihre neue Produktionsstätte hat sich die Sportwagen-Marke das Ebbw Vale Industriegebiet im Süden von Wales ausgesucht. Zu dieser Entscheidung hat unter anderem die versprochene finanzielle Unterstützung der walisischen Regierung beigetragen, für die das Projekt eine hohe Wichtigkeit hat. Nicht umsonst hat Carwyn Jones, der Erste Minister von Wales, die Einigung über den Bau des neuen TVR-Werks höchstpersönlich verkündet. „Für uns ist es toll, dass ein so renommiertes Unternehmen wie TVR ausgerechnet Wales für seine neue Produktionsstätte ausgewählt hat. Das ist ein wichtiger Schritt, damit der Automobilsektor in unserem Land weiter wachsen kann“, so der Minister. „Dass Aston Martin vor kurzem bereits angekündigt hat, ein neues Werk in Wales zu errichten und ihnen nun TVR folgt, zeigt uns, dass wir als Standort für Unternehmen aus dem Automobil-Sektor auf dem richtigen Weg sind.“

Fast 40 Millionen Euro Invest

TVR plant, in den kommenden fünf Jahren über 38 Millionen Euro (30 Millionen britische Pfund) in die neue Fabrik zu investieren. „Der Süden von Wales ist gerade dabei, sich zu einem wichtigen Ort für die Automobil- und Motorsport-Industrie zu entwickeln. Wir freuen uns, nun Teil davon zu sein“, so Les Edgar, Chairman von TVR.

Der aktuell entwickelte zweisitzige Sportwagen von TVR, der ab Anfang 2017 im neuen Werk in Wales produziert wird, soll zwar die klassische TVR-DNA wie Frontmotor und Hinterradantrieb aufweisen, aber auch Formel-1-Anleihen beinhalten. Der südafrikanische Ingenieur Gordon Murray, selbst ehemaliger Designer von erfolgreichen Formel-1-Fahrzeugen, zeichnet als Konstrukteur verantwortlich, der Antrieb erfolgt durch ein von Cosworth getuntes V8-Triebwerk. In den kommenden zehn Jahren peilen die Briten eine Modellpalette von mindestens vier unterschiedlichen Exemplaren an, die alle in Großbritannien gebaut werden sollen.

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