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Mahle Stagnierender Gewinn bei steigendem Umsatz

| Redakteur: Bernd Otterbach

Mahle rechnet für das laufende Jahr bei steigenden Umsätzen mit einem stagnierenden Gewinn. Die Erlöse sollten von 5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf etwa 5,5 Milliarden Euro wachsen.

Das Ergebnis des Kolbenspezialisten werde 2008 wie bereits im Vorjahr durch höhere Materialkosten, Integrationskosten für übernommene Unternehmen und Restrukturierungsmaßnahmen belastet, sagte Mahle-Chef Heinz Junker am Freitag in Stuttgart. Von 2009 an will Mahle von Synergieeffekten profitieren und den Ertrag deutlich steigern.

Auch 2008 kleinere Zukäufe

Der Konzern hatte in den vergangenen Monaten mehrere Unternehmen übernommen. Auch 2008 seien kleinere Neuakquisitionen geplant, sagte Junker. Gemeinsam mit dem weltgrößten Automobilzulieferer Bosch will Mahle außerdem neue Geschäftsfelder erschließen. Die beiden Unternehmen gründen ein Joint Venture für Turbolader. Operativer Start soll der 1. Juni sein, von etwa 2010 an sollen Turbolader angeboten werden.

2007 war der Gewinn des Mahle-Konzerns um 16 Prozent auf 223 Millionen Euro gestiegen, das Vorsteuerergebnis legte um 4,6 Prozent auf 308 Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte um 17,3 Prozent auf 5 Milliarden Euro. Das Umsatzwachstum resultierte zum Großteil aus erstmals in die Bilanz einbezogenen neuen Gesellschaften und Unternehmensteilen.

Werksschließungen geplant

2007 hatte der Kolbenspezialist unter anderem in Deutschland und Mexiko den Bereich Luftansaugsysteme und Luftfiltration von Siemens VDO und einen Teil des US-Automobilzulieferers Dana übernommen. Im Zusammenhang mit den Neuerwerbungen sind für 2008 mehrere Werkszusammenlegungen und -schließungen vor allem in Südamerika und in England geplant. Davon werden voraussichtlich mehrere hundert Mitarbeiter betroffen sein.

dpa

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