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ThyssenKrupp Stahlwerke tief in den roten Zahlen

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die neuen Stahlwerke von ThyssenKrupp in Brasilien und den USA haben einen höheren operativen Verlust erzielt als erwartet.

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Aus einem bislang offiziell angekündigten EBIT-Minus im höheren dreistelligen Millionenbereich dürfte mehr als eine Milliarde geworden sein, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. „Wir haben unsere Einschätzung vor kurzem angepasst. Beim EBIT für Steel Americas rechnen wir mit einem Minus von knapp einer Milliarde Euro“, so Ralf Dörper, Analyst bei der WestLB.

Nachfrage verliert an Dynamik

Aufgrund von Anlaufverlusten der neuen Stahlwerke in Brasilien und den USA ist das EBIT bereits in den ersten neun Monaten mit einem Minus von 887 Millionen Euro erheblich schlechter als im Vergleichszeitraum des Vorjahres ausgefallen. Bei der Präsentation des Geschäftsergebnisses am 6. Dezember dürfte die Milliarden-Grenze durchbrochen werden. „Die weltweite Nachfrage nach Stahl befindet sich generell auf einem hohen Niveau, verliert aber derzeit an Dynamik“, gibt Dörper als einen Grund an.

Das Ergebnis werde sich aber wieder verbessern. „Ich rechne für das nächste Jahr mit einer Verringerung deutlich unter der 500-Millionen-Euro-Marke. Im Jahr 2013 könnte der Break-even erreicht werden“, ergänzt der Analyst. Geringere Materialkosten könnten positiv dazu beitragen, die Preise für Eisenerz und Kohle dürften sich verringern.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 erwartet ThyssenKrupp eine Steigerung des Umsatzes um zehn bis 15 Prozent. Für das Konzernergebnis geht das Unternehmen von einer im Verhältnis zum Umsatz überproportionalen Steigerung aus.

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