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Dürr Starke Zuwächse in Indien

| Redakteur: Thomas Weber

Der Maschinen- und Anlagenbaukonzern profitiert von der starken Expansion der Automobilindustrie in Indien.

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Die Dürr AG verzeichnet in Indien ein kräftiges Wachstum. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 stieg der Auftragseingang aus dem Indiengeschäft um 20 Prozent auf über 130 Mllionen Euro, der Umsatz erhöhte sich um 50 Prozent, teilt das Unternehmen mit. Unter anderem baut das Unternehmen zurzeit die Lackiererei für das Kleinstwagenmodell „Nano“ von Tata.

Im Januar 2008 erhielt Dürr bereits zwei Aufträge von Ford und dem indischen Mahindra-Konzern. „Weitere interessante Projekte stehen im Jahresverlauf in Indien zur Vergabe an und werden zum weiteren Wachstum von Dürr in diesem Markt beitragen“, zeigt sich Dürr zuversichtlich.

Im Zuge des Wachstums baut Dürr seine Kapazitäten in Indien stark aus. Im vergangenen Jahr habe sich die Mitarbeiterzahl um 90 Prozent auf über 300 erhöht. Am Standort Chennai sei die Einrichtung eines Engineering-Centers geplant, in dem rund 60 Ingenieure Lackierereien und Montagelinien kundennah planen sollen.

„Indien ist für uns einer der wachstumsstärksten Märkte. Wir profitieren dort von unseren guten Kontakten zu in- und ausländischen Autoherstellern“, sagt Dürr-Vorstandsvorsitzender Ralf Dieter. Experten erwarten, dass sich die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auf dem Subkontinent in den nächsten fünf Jahren auf rund 3,7 Millionen verdoppeln wird. „Der Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten der Automobilindustrie ermöglicht uns in Indien ein profitables Wachstum“, so Dieter.

Noch bis vor zwei Jahren sei Indien für Dürr ein relativ kleiner Markt gewesen. Dann habe sich die Nachfrage nach Produktionssystemen sprunghaft entwickelt. Im Zuge der Markterschließung durch die Automobilindustrie verfünffachte sich der Umsatz 2006 nahezu, der Auftragseingang habe sich sogar versiebenfacht, so Dürr.

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