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Freudenberg Stellenabbau

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Freudenberg will nach Angaben der "Stuttgarter Zeitung" trotz des jüngsten Umsatz- und Ergebnisanstiegs insgesamt mehr als 400 Stellen in Deutschland abbauen.

( Archiv: Vogel Business Media )

Freudenberg will nach Angaben der "Stuttgarter Zeitung" trotz des jüngsten Umsatz- und Ergebnisanstiegs insgesamt mehr als 400 Stellen in Deutschland abbauen. Am Firmensitz Weinheim werde 350 der derzeit 1400 Mitarbeitern gekündigt, berichtete die Zeitung am Samstag, 15.10. Die Unternehmensleitung habe diesen Schritt mit den gestiegenen Materialkosten und dem Wettbewerbsdruck auf den Abnehmermärkten wie der Auto- und Textilindustrie begründet.

Von Unternehmensleitung und Betriebsrat waren am Wochenende keine Stellungnahmen zu erhalten. "Um die Standorte langfristig zu sichern, muss das Unternehmen jährlich 30 Millionen einsparen", hieß es der Zeitung zufolge aus der Leitung der Freudenberg Vliesstoffe KG. In Deutschland will sich das Unternehmen künftig vor allem auf die hochtechnologischen Produktionsbereiche konzentrieren. Derzeit werden die Autoinnenfilter in Weinheim und Kaiserslautern gefertigt.

Die Produktion soll auf den pfälzischen Standort Kaiserslautern konzentriert werden. Auch dort sollen allerdings Stellen gestrichen werden. Von der betriebsbedingten Kündigungswelle sei nicht nur die Produktion, sondern auch die Verwaltung betroffen, berichtete die Zeitung. Bis Ende 2007 sollen die Sparmaßnahmen abgeschlossen sein, hieß es. Das Familienunternehmen mit weltweit 32.000 Beschäftigten stellt unter anderem Haushaltsprodukte unter dem Namen "Vileda" her. Im Geschäftsjahr 2004 stiegen die Erlöse um 14 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro.

Der Gewinn nach Steuern wurde im Vergleich zum Vorjahr um 84 Prozent auf 171 Millionen Euro ausgebaut. Im Geschäftsjahr 2003 hatte Freudenberg wegen hoher Restrukturierungskosten in Weinheim sowie wegen starker Wechselkurseinflüsse beim Umsatz und Gewinn Rückgänge verbucht.