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SKF Stellenstreichungen

| Redakteur: Thomas Weber

Vor allem wegen des drastischen Nachfrageeinbruchs in der Automobilindustrie will der schwedische Kugellager-Produzent weltweit 2.500 Stellen streichen.

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SKF wird vor allem wegen der Automobilkrise die Beschäftigtenzahl um rund 2.500 Mitarbeiter reduzieren. Davon entfallen 1.200 Stellen auf festangestellte Mitarbeiter, von 1.300 befristet eingestellten Mitarbeitern soll der Vertrag nicht verlängert werden. Wie das Unternehmen am heutigen Mittwoch in Göteborg mitteilte, sind davon vor allem Tochterunternehmen in den USA, Frankreich, Italien, der Ukraine, sowie Brasilien und Argentinien betroffen. In den deutschen Tochterbetrieben soll es nach derzeitigem Stand keine Personalreduzierungen geben, sagte eine Unternehmenssprecherin in Schweinfurt.

Für das vierte Quartal erwartet SKF einen Absatzrückgang um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 2.400 Mitarbeiter vor allem in Europa sollen zum Jahresende in Kurzarbeit gehen. SKF beschäftigt insgesamt 42.800 Mitarbeiter und betreibt in Deutschland einen Produktionsbetrieb im bayrischen Schweinfurt mit 4.500 Beschäftigten, einen kleineren im niedersächsischen Lüchow mit knapp 700 Mitarbeiten sowie Werke in Mühlheim/Donau, Leverkusen und Berlin. Nach Unternehmensangaben beträgt die Gesamtzahl der deutschen Beschäftigten 6.500. Absatzrückgänge sollen hier mit Kurzarbeit und der Nichterneuerung befristeter Arbeitsverträge kompensiert werden.

Eine Unternehmenssprecherin in Göteborg sagte, dass das deutsche Hauptwerk in Schweinfurt wenig betroffen sei, weil dort überwiegend für industrielle Kunden aus der Schwer- und Windkraftindustrie gefertigt werde. Dort seien die Krisenprobleme weiter weniger stark als in der Automobilindustrie. Für letztere habe das Lüchower Werk seinen Kundenschwerpunkt.

dpa

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