Partnerschaft Zonen-Steuergeräte: Valeo und Leoni wollen Marktführer werden

| Aktualisiert am 08.09.2021Autor Sven Prawitz

Für moderne Elektronik-Architekturen wollen Valeo und Leoni gemeinsam sogenannte Zonen-Steuergeräte entwickeln. Die beiden Zulieferer streben nach der globalen Marktführerschaft in diesem Bereich.

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Zonen-Steuergerät von Valeo und Leoni.
Zonen-Steuergerät von Valeo und Leoni.
(Bild: Leoni)

Die beiden Zulieferer Valeo und Leoni wollen künftig gemeinsam Zonen-Steuergeräte anbieten. Wie die Unternehmen im Rahmen der IAA mitteilten, wurde die Vorentwicklung bereits gestartet. Wie Valeo gegenüber „Automobil Industrie“ mitteilte, soll ein Konzeptmuster bis Ende 2021 verfügbar sein. Bislang laufen nach Unternehmensangaben Gespräche mit Autobauern, die im Jahr 2024 SOPs planen.

Valeo und Leoni: „Von den OEMs begrüßte Struktur“

Valeo wolle seine Expertise als Tier-1-Zulieferer in den Bereichen System- und Software-Entwicklung sowie der System-Validierung einbringen. Leoni sei für die Energie- und Leistungsverteilung sowie die Integration in moderne Bordnetzarchitekturen verantwortlich. So soll zum Beispiel die Leistungselektronik für das Steuergerät vom Nürnberger Zulieferer entwickelt und bereitgestellt werden. „Wir haben eine klare, von den OEMs begrüßte Struktur geschaffen, bei der Valeo das Projekt leitet und als Tier-1 fungiert und Leoni sein starkes Fachwissen einbringt und die Rolle des Tier-2 einnimmt“, heißt es vom Unternehmen dazu bei der Mobilitätsmesse in München.

„Durch diese Kooperation verfügen Leoni und Valeo über alle Voraussetzungen, um Weltmarktführer im Bereich Zonen-Steuergeräte zu werden“, formuliert Marc Vrecko, President, Valeo Comfort & Driving Assistance Systems Business Group, hohe Ziele an die Partnerschaft.

Neue Elektronik-Architekturen

In den neuartigen Elektronik-Architekturen werden die elektronischen Steuerungen neu angeordnet: Statt wie bisher bis zu 100 einzelner Steuergeräte und mehr kommen wenige Zonen-Steuergeräte zum Einsatz. Diese bündeln sämtliche Aufgaben eines räumlichen Bereichs (Zone) im Fahrzeug und vereinfache so die Architektur. Das biete „massive Vorteile“ in Bezug auf Kosten durch eine schlankere Gesamtarchitektur, Zuverlässigkeit durch einen höheren Systemschutz und die Gewichtsreduzierung. Dies sei ein „wichtiger Durchbruch in der Automobilindustrie.

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