Rechtsstreit

Streit zwischen Prevent und Daimler geht weiter

| Autor / Redakteur: dpa / Nayomi Polcar

Der Streit um eine Lieferung von Sitzbezügen und einer damit verbundene Schadensersatzklage geht zwischen Prevent und Daimler in die nächste Runde.
Der Streit um eine Lieferung von Sitzbezügen und einer damit verbundene Schadensersatzklage geht zwischen Prevent und Daimler in die nächste Runde. (Bild: Mercedes-Benz)

Der Schadenersatz-Streit um die Lieferung von Sitzbezügen zwischen dem Zulieferer Prevent und dem Automobilhersteller Daimler wird weiter vor Gericht ausgetragen.

Der Streit um den Schadenersatz für die Lieferung von Sitzbezügen durch den Zulieferer Prevent an den Hersteller Daimler geht weiter vor Gericht. Ein vom Landgericht Stuttgart vorgeschlagener Vergleich kam innerhalb der gesetzten Frist nicht zustande, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch (16. Mai) sagte. Die Richter hatten vor gut einem Monat angeregt, dass Daimler gut fünf Millionen Euro an Prevent zahlt und der Zulieferer im Gegenzug den Großteil der Gerichtskosten trägt.

Prevent fordert Schadenersatz

Prevent hatte Schadenersatz von gut 40 Millionen Euro gefordert. Das Unternehmen hatte Daimler bis 2014 mit Sitzbezügen beliefert und wirft dem Autobauer vor, den Liefervertrag unrechtmäßig beendet zu haben, kurz nachdem neue Konditionen vereinbart worden waren. Daimler wiederum wirft dem Zulieferer vor, diese neuen Konditionen mit der unrechtmäßigen Androhung eines Lieferstopps erzwungen zu haben.

Prozess wird fortgesetzt

Der OEM teilte mit, dass das gerichtliche Verfahren nun fortgesetzt werde. Prevent wollte den Stand des Verfahrens vorerst nicht kommentieren.

Für den Fall, dass das Verfahren nicht durch einen Vergleich beendet wird, haben die Richter von den Beteiligten bereits Antworten auf etliche offene Fragen verlangt. Unter anderem halten sie die Höhe des angeblich entstandenen Schadens für nicht nachvollziehbar. Ungeklärt ist demnach auch, ob für Prevent zum fraglichen Zeitpunkt eine Lieferverpflichtung bestand – denn nur dann wäre die Ankündigung eines Lieferstopps überhaupt als widerrechtliche Drohung zu werten.

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