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Karriere Studie: Großes Bewerberinteresse an Elektromobilität

| Redakteur: Jens Scheiner

Die Elektromobilität befindet sich in einem Entwicklungsstadium, genau wie das dazugehörige Berufsfeld. In keiner anderen Sparte gibt es momentan mehr Fachpersonal. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Job-Suchportals Indeed hervor.

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80 Prozent der Top-Jobs erfordern einen Hochschulabschluss, zwei Berufe - Elektriker und Techniker - können auch mit einer qualifizierten Berufsausbildung ausgeübt werden.
80 Prozent der Top-Jobs erfordern einen Hochschulabschluss, zwei Berufe - Elektriker und Techniker - können auch mit einer qualifizierten Berufsausbildung ausgeübt werden.
(Bild: Audi)

Das Thema Elektromobilität bestimmt aktuell die Automobilindustrie. Die steigende Relevanz lässt sich auch auf Job-Seiten ablesen. Denn während sich die Anzahl der ausgeschriebenen Jobs in Deutschland im Bereich E-Mobilität innerhalb von zwei Jahren (August 2015 bis August 2017) mehr als verdoppelt hat (+ 127 Prozent), stieg die Anzahl der Klicks auf Stellenausschreibungen in diesem Berufsfeld im selben Zeitraum sogar um mehr als das Dreifache (+ 216 Prozent). Das bedeutet: In diesem wichtigen Zukunftsmarkt scheint der viel diskutierte Fachkräftemangel noch kein Thema zu sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung der Job-Seite Indeed.

Gute Chancen, die passenden Mitarbeiter für Projekte im Umfeld der E-Mobilität zu finden, haben vor allem Unternehmen, die ihre Standorte in Bayern oder Baden-Württemberg haben. Acht von zehn Jobs mit Bezug zur Elektromobilität werden in diesen beiden Bundesländern ausgeschrieben, wo eine ganze Reihe große internationaler Automobilkonzerne, Zulieferer und andere Dienstleister der Branche zu Hause sind. Mit deutlichem Abstand folgen Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Berlin und Niedersachsen. Auf der Seiten der Jobsuchen zeigt sich ein ähnliches Bild: Kandidaten und Unternehmen suchen und finden an den gleichen Orten.

Technische Berufe gefragt

Die Art der ausgeschriebenen Positionen zeigt: E-Mobilität befindet sich noch in einem intensiven Entwicklungsstadium. Gesucht werden dementsprechend vor allem Entwicklungsingenieure und Softwareentwickler, die die Liste der am häufigsten ausgeschriebenen Stellen im genannten Zeitraum anführen. Zudem erfordern 80 Prozent der Top-Jobs einen Hochschulabschluss, zwei Berufe - Elektriker und Techniker - können auch mit einer qualifizierten Berufsausbildung ausgeübt werden.

„E-Mobilität ist ein vergleichsweise neues Berufsfeld. Der viel zitierte Fachkräftemangel scheint deswegen hier noch nicht vollends angekommen. Da es aber für die Unternehmen derzeit darum geht, dieses wichtige Zukunftsfeld für sich zu erschließen, sind sie darauf angewiesen, die besten Köpfe dafür an Bord zu holen. Nur wer die qualifiziertesten Experten für sich gewinnt, wird künftig eine der Hauptrollen in diesem Wachstumsfeld spielen. Um das zu erreichen gilt es, sich als attraktiver Arbeitgeber in diesem spezifischen Bereich aufzustellen. Das sollte allerdings jetzt geschehen und nicht erst in zwei Jahren, wenn die Situation auf dem Kandidatenmarkt vielleicht nicht mehr so komfortabel für die Unternehmen ist”, sagt Frank Hensgens, Geschäftsführer von Indeed Deutschland.

Über die Auswertung

Für die Auswertung hat Indeed eigene Job-Daten mit den Stichwörtern e-Mobility, e-Mobilität und Elektromobilität für Deutschland und einen Zeitraum von August 2015 bis August 2017 betrachtet.

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