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Tokyo Motor Show 2015 Studien-Reise in die automobile Zukunft

| Autor / Redakteur: Stefan Grundhoff, Wolfgang Gomoll, Marcel Sommer, SP-X / Jens Scheiner

Gerade erst haben die Automobilhersteller auf der IAA in Frankfurt ein Neuheitenfeuerwerk hingelegt, schon steht in Tokio die nächste Messe an.

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Auf der 44. Tokyo Motor Show zeigen Mercedes-Benz und Smart ihre aktuellen Highlights in der japanischen Metropole. Dazu zählt die Weltpremiere des Design-Showcars Vision Tokyo.
Auf der 44. Tokyo Motor Show zeigen Mercedes-Benz und Smart ihre aktuellen Highlights in der japanischen Metropole. Dazu zählt die Weltpremiere des Design-Showcars Vision Tokyo.
(Foto: Daimler)

Beim Stelldichein in Ostasien halten sich die spärlich vertretenen westlichen Hersteller, abgesehen von wenigen Weltpremieren, aber ziemlich zurück. Im Mittelpunkt der Messe stehen einige aktuelle Trends der Branche: Elektroantrieb, Vernetzung und autonomes Fahren.

Brennstoffzelle und Innenraum im Fokus

Nachdem die Tokio Motorshow zum Wechsel des Jahrhunderts international den Anschluss verloren hat und ins zweite Glied gerutscht ist, gehen die japanischen Hersteller bei ihrer im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindenden Messe diesmal wieder in die Vollen – zumindest was den lokalen Markt und Studien angeht. Die spektakulärsten Exponate stehen bei Mazda, Lexus und Nissan. Einige Hersteller versuchen sich außerdem zum wiederholten Male an der Brennstoffzelle, auch Innenraumkonzepte zählen zu den Schwerpunkten in Tokio.

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Während das Mazda Concept RX Vision den Ausblick auf einen Sportwagen mit der längst tot geglaubten Wankeltechnik gibt, will der noble Toyota-Ableger Lexus mit dem 5,30 Meter langen LF-FC die deutsche Luxusliga angreifen. „Lexus will überraschen und mit seinem visionären Design Emotionen wecken“, erläutert Lexus-Präsident Tokuo Fukuichi, „der LF-FC ist Ausdruck unseres progressiven Luxusanspruchs in einer sehr nahen Zukunft.“ Sein Brennstoffzellenantrieb, der Vorder- und Hinterachse antreibt, dürfte jedoch erst einmal Zukunftsmusik bleiben.

Alltagstauglicher, aber dafür alles andere als unspektakulär ist das Nissan Concept des urbanen Mikrobusses Teatro for Dayz, dessen variabler Innenraum sich mit seinen großflächigen Projektionen verschiedensten Stimmungen anpasst. Leider noch ohne Innenraum präsentiert sich das Mazda Concept RX. „Die Studie ist mit einem Wankelmotor namens Skyactiv R ausgestattet“, sagt Mazda-CEO Masamichi Kogai, „wann es in Serie geht, kann ich nicht sagen. Nur so viel: Der Wankel kommt bald wieder. Wir haben viel in puncto Treibstoffverbrauch am Wankelmotor gemacht, denn ansonsten würde er von unseren Kunden nicht akzeptiert werden.“

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