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Conti Suche nach dem Weißen Ritter

| Redakteur: Bernd Otterbach

Die vor der Übernahme durch die Schaeffler-Gruppe stehende Continental AG spricht laut Presseberichten mit potenziellen Investoren über eine mögliche Gegenofferte.

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Um die feindliche Übernahme durch Schaeffler abzuwehren, führten Vorstandschef Manfred Wennemer und Finanzchef Alan Hippe Gespräche mit einer Handvoll Investoren, berichten „Handelsblatt“ und „Financial Times Deutschland“ am Dienstag unter Berufung auf Finanzkreise.Unter den Interessenten befinden sich dem „Handelsblatt“ zufolge Finanzunternehmen und strategische Investoren. Laut „FTD“ sind auch Investoren aus der Autobranche an Conti interessiert. Die Schaeffler-Gruppe hatte am 30. Juli ein Übernahmeangebot von 70,12 Euro je Aktie für Continental vorgelegt. Acht Prozent der Aktien halten die Franken bereits. Zudem hat sich das Unternehmen über Swap-Geschäfte den Zugriff auf 28 Prozent der Conti-Anteile gesichert.

Skepsis an Verteidigungsstrategie

Laut „FTD“ ist eine Rettung vor dem Zugriff Schaefflers nur durch ein höheres Gegenangebot für mindestens 29 Prozent der Anteile möglich. Experten reagieren jedoch mit Skepsis auf Contis Verteidigungsstrategie. Eine Gegenofferte in diesem Umfang sei „nicht unmöglich“, sagte Analyst Frank Schwope von der NordLB. Er halte sie aber auch „nicht für wahrscheinlich“.

Der „FTD“ zufolge ist es für Finanzinvestoren „nahezu unmöglich“, die nötigen Darlehen bei Banken für einen solchen Schritt zu beschaffen. Fast alle Institute, die für eine solche Großübernahme in Frage kämen, seien bereits für Schaeffler tätig. Die fünf Institute auf Conti-Seite - Citigroup, HSBC, Goldman Sachs, JPMorgan und Deutsche Bank - seien von der Kreditkrise schwer getroffen.

dpa

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