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Wirtschaft

Südkorea verhängt Geldstrafe in Millionenhöhe gegen VW

| Autor/ Redakteur: dpa / Maximiliane Reichhardt

Audi, Volkswagen und Porsche haben in vereinzelten Modellen verbotene Software zu Abgaskontrolle verbaut. Südkorea will deswegen nicht nur die Importzulassungen widerrufen, sondern bittet die Unternehmen auch mit saftigen Bußgeldern zur Kasse.

Südkorea will Volkswagen die Importzulassungen widerrufen.
Südkorea will Volkswagen die Importzulassungen widerrufen.
( Bild: Sven Prawitz/»Automobil Industrie« )

Südkorea will wegen des Einbaus verbotener Abgassoftware die Importzulassung für Dieselautos der Marken Volkswagen, Audi und Porsche widerrufen. Zudem kündigte das Umweltministerium am Dienstag (20. August) an, Geldbußen in Millionenhöhe gegen Audi Volkswagen Korea sowie Porsche Korea zu verhängen und bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige zu erstatten. Bei drei Modellen von Audi sowie jeweils einem VW- und Porsche-Modell sei eine verbotene Software zur Abgaskontrolle gefunden worden. Audi und Porsche gehören ebenfalls zum Volkswagen-Konzern.

10.200 Autos sind betroffen

Audi Volkswagen müsse mit einer Strafe von 7,9 Milliarden Won (5,9 Millionen Euro), Porsche mit vier Milliarden Won rechnen, hieß es. Insgesamt sind mehr als 10.200 Autos, darunter allein 6.656 von Audi, betroffen, die zwischen Mai 2015 und Januar 2018 verkauft wurden. Die Modelle werden in Südkorea nicht mehr verkauft. Bei den Autos handelt sich um fünf Typen beziehungsweise Zertifizierungsnummern der Modelle A6 40 TDI, A6 50 TDI und A7 50 TDI von Audi, zwei Typen des VW Touareg und einem des Porsche Cayenne.

VW hatte im September 2015 eingeräumt, rund elf Millionen Diesel-Fahrzeuge weltweit mit Software zur Manipulation von Abgaswerten ausgerüstet zu haben. Audi Volkswagen Korea erklärte, für die Autos gebe es Rückrufpläne, die noch von der Behörde gebilligt werden müssten. „Die Audi AG hat mit den Untersuchungen sämtlicher Dieselmotoren im August 2016 begonnen und arbeitet freiwillig eng mit dem deutschen Kraftfahrt-Bundesamt zusammen an den Angelegenheiten, die potenziell Probleme bereiten können.“ Als die Probleme klar geworden seien, habe das Unternehmen die Informationen an die Behörde in Südkorea weitergeleitet, hieß es.

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