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Neue Modelle Super-Sportwagen von Aston Martin und Red Bull

| Autor / Redakteur: Annette Laqua / Wolfgang Sievernich

Aston Martin und das Formel-1-Team Red Bull Racing um Technikchef Adrian Newey haben einen Sportwagen entwickelt von dem es künftig sogar eine Rennversion geben soll.

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Der AM-RB 001 ist das erste Produkt der Partnerschaft zwischen Aston Martin und dem Formel 1-Rennstall Red Bull.
Der AM-RB 001 ist das erste Produkt der Partnerschaft zwischen Aston Martin und dem Formel 1-Rennstall Red Bull.
(Bild: Aston Martin )

Aston Martin und Red Bull Racing haben einen neuen Super-Sportwagen vorgestellt, der alles in den Schatten stellen soll. Der Renner, der auf den Namen AM-RB 001 hört, ist das erste Produkt der erst Anfang dieses Jahres vorgestellten Partnerschaft zwischen dem Sportwagen-Spezialisten und dem Formel-1-Team. Er ist vor allem aus der Zusammenarbeit dreier Personen entstanden: Adrian Newey, Marek Reichman und David King. Newey erlangte als Konstrukteur der Formel-1-Weltmeister-Boliden von Red Bull Racing Popularität und gilt als einer der genialsten Techniker im Formel-1-Fahrerlager. Marek Reichmann bekleidet bei Aston Martin die Funktion des Kreativ- und Designdirektors und David King leitet die Abteilung „Special Operations“ der Briten. „Ich habe schon lange damit geliebäugelt, mal ein straßenzugelassenes Auto zu bauen“, erzählt Newey. „Mit Aston Martin haben wir von Red Bull Advanced Technologies einen tollen Partner gefunden und ergänzen uns prima. Red Bull schaut vor allem nach der Performance, während Aston Martin seine Fähigkeiten einbringt, schöne, schnelle und dennoch komfortable Sportwagen zu bauen.“

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Rennversion geplant

Die drei strebten eine noch nie da gewesene Verbindung von Form und Funktion an. Sie wollten ein Straßenauto bauen, das alltagstauglich und gut fahrbar ist, aber auch auf den Rennstrecken begeistern kann. Dort sollte es sogar so schnell sein wie kein anderes straßenzugelassenes Fahrzeug jemals war. Und für die Kunden, denen dies noch nicht genug ist, wird auch eine Rennversion des AM-RB 001 entwickelt, die das Niveau heutiger LMP1-Boliden erreichen soll. „Der AM-RB 001 ist ein tolles Projekt, aber gleichzeitig auch eine große Herausforderung“, so King. „Wir mussten nämlich zunächst herausfinden, wie wir die besten technischen Lösungen mit dem besten Design verbinden, ohne dass Kompromisse nötig waren“, erklärt Reichman. Dr. Andy Palmer, Präsident von Aston Martin, ist vom Ergebnis begeistert: „Der AM-RB 001 ist ein bemerkenswertes Fahrzeug, auf das ich sehr stolz bin, Wir haben einen Super-Sportwagen entwickelt, der Geschichte schreiben wird. Er wird neue Maßstäbe setzen in Bezug auf Leistung, Effizienz und Packaging.“

Downsizing kein Thema

Optisch fällt bei dem AM-RB 001 vor allem die kompromisslose Aerodynamik ins Auge. Da Newey mit seiner Unterbodenkonstruktion geschafft hat, einen Großteil des Anpressdrucks unterhalb des Fahrzeugs zu generieren, hatte sein Partner Reichman bei der Gestaltung der Form viele Freiheiten, die er offenbar zu nutzen wusste. Und trotzdem besticht der AM-RB 001 mit dem besten Downforce-Wert, den ein Straßenfahrzeug je hatte. Angetrieben werden soll der Renner von einem V12-Mittelmotor, der ohne Turbolader auskommt. Im Zusammenspiel mit dem Leichtbau-Chassis aus Carbon wird für den Zweisitzer ein Verhältnis von Leistung zu Gewicht von 1:1 angestrebt. Die Radaufhängungen und das Getriebe wurden von Adrian Newey speziell für diesen Sportwagen konstruiert, der im Aston-Martin-Werk in Gaydon gebaut werden soll. Dort ist angepeilt, zwischen 99 und 150 Straßenversionen des AM-RB 001 zu produzieren und zusätzlich noch 25 reine Rennversionen, die über keine Straßenzulassung verfügen. Mit der Auslieferung wird ab 2018 gerechnet.

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