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TV-Werbung Superbowl 2015: OEMs werben weniger

| Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Christian Otto

Wenn am kommenden Wochenende das größte Fernseh-Ereignis der USA ein Millionenpublikum an die Fernseher fesselt, sind die Autohersteller in den Werbepausen nicht so stark vertreten wie in den letzten Jahren.

Der Hersteller Kia hat den ehemaligen Bond-Darsteller Pierce Brosnan für seinen diesjährigen Superbowl-Film gewonnen.
Der Hersteller Kia hat den ehemaligen Bond-Darsteller Pierce Brosnan für seinen diesjährigen Superbowl-Film gewonnen.
(Foto: Kia)

Am 1. Februar richtet sich die Aufmerksamkeit der US-Bevölkerung (und darüber hinaus) auf Glendale im US-Bundesstaat Arizona, wo der 45. Superbowl ausgetragen wird. Das Endspiel der US-amerikanischen Football-Profiliga gilt als das größte Einzelsportereignis der Welt. Die Seattle Seahawks treten als Titelverteidiger gegen die New England Patriots an. In Deutschland wird das Spiel in der Nacht von Sonntag (1. Februar) auf Montag (2. Februar) von Sat 1 live übertragen.

Der Superbowl ist eines der wichtigsten Ereignisse für die US-amerikanische Werbewirtschaft. Mehr als 100 Millionen Menschen verfolgen das Event Jahr für Jahr allein in den USA vor dem Fernseher. Die Einschaltquoten sind damit regelmäßig die höchsten des Jahres. Und Jahr für Jahr steigen die Preise für die begehrten Werbeplätze beim US-Sender NBC. Waren im vergangenen Jahr noch rund 4 Millionen US-Dollar (rund 3,5 Millionen Euro) für eine halbe Minute fällig, so müssen die Werbetreibenden Medienangaben zufolge in diesem Jahr im Durchschnitt bereits 4,5 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Hohe Produktionskosten

Und nicht nur die Werbezeit ist teuer. Die Unternehmen übertreffen sich gegenseitig mit aufwändig produzierten Spots, in denen nicht selten Prominente zum Einsatz kommen. Das sorgt für Produktionskosten, die die Kosten für die Werbezeit zum Teil noch einmal um den selben Betrag übersteigen. So nahm beispielsweise Chrysler nach Angaben der Website www.superbowlcommercials2015.com für den Spot, der beim Super-Bowl 2011 gezeigt wurde, mehr als zwölf Millionen Dollar in die Hand.

In diesem Jahre sind die Autobauer jedoch sehr zurückhaltend. Bislang haben nur sechs Hersteller angekündigt, Spots in den Werbepausen zeigen zu wollen: BMW, Kia, Lexus, Mercedes, Nissan und Toyota. Nicht dabei sind 2015 beispielsweise Audi oder VW.

Um die Werbefilmchen ist in den letzten Jahren ein ganz eigener Hype entstanden. Einige Fernsehzuschauer sollen sogar nur wegen der oft kreativen und ausgefallenen Spots einschalten. Und bereits vorab rätselt und diskutiert die Fangemeinde im Internet, wer mit welcher Idee bei den Kunden punkten will.

Wir haben die Spots der Autobranche für Sie zusammengestellt. Klicken Sie sich durch!

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«