Unter Druck Die Lieferketten als Kosten- und Risikotreiber

Von M.A. Manja Wühr

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Ein Engpass folgt dem nächsten und die Kosten in der Supply Chain explodieren. Die Lösung ist kein Geheimnis: eine digitalisierte und transparente Lieferkette. Doch sie ist bis heute nicht umgesetzt.

Halbleiter sind derzeit ein gefragtes Gut. Die Lieferkette wurde durch ihren Mangel sehr gestresst. Doch auch andere Lieferengpässe kündigen sich an.
Halbleiter sind derzeit ein gefragtes Gut. Die Lieferkette wurde durch ihren Mangel sehr gestresst. Doch auch andere Lieferengpässe kündigen sich an.
(Bild: Bosch/ Sven Döring / Agentur Focus)

Ob Getriebegehäuse, Felgen oder Karosserieteile – Magnesiumlegierungen sind unverzichtbar nicht nur den Leichtbau, sondern vor allem die Produktion von Teilen. Mit 856 Tonnen stellte China 2020 rund 86 Prozent der weltweiten Magnesium-Produktion. Tendenz fallend. Denn China drosselte schon im September 2021 die energieintensive Produktion, um den landesweiten Energieverbrauch zu senken. Experten und Verbände wiesen immer wieder auf aufkommenden Mangel hin. In der aktuellen Diskussion scheint das leichte Metall jedoch kaum eine Rolle zu spielen.

Bestimmt wird die Engpass-Debatte in der Automobilindustrie vom Chipmangel. Verständlich, da er die Produktion lähmt. Bereits 2020 sank die Zahl der Neuzulassungen in der EU laut Branchenverband Acea um 2,4 Prozent. Auch 2021 war es für die Autobauer schwierig, ihre Werke auszulasten. So konnte laut einem Bericht des Handelsblatt das VW-Stammwerk in Wolfsburg von seiner Jahreskapazität von 800.000 Autos nur knapp die Hälfte nutzen. Zeitweise ruhte die Produktion komplett.