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Leichtbau Tata Steel: leichterer Stahl für Crashbauteile

| Redakteur: Jens Scheiner

Tata Steel hat einen neuen Dual-Phasen-Stahl auf den Markt gebracht. Der hochfeste Stahl lässt sich laut Unternehmen gut umformen und ist bis zu 15 Prozent leichter, ohne das der Verarbeitungsprozess angepasst werden muss.

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Der Stahl von Tata Steel kommt bei der Herstellung von Crashbauteilen für Fahrzeuge zum Einsatz. Hier in blau hervorgehoben A- und B-Säulenverstärkungen, Türschwellen und Querträger.
Der Stahl von Tata Steel kommt bei der Herstellung von Crashbauteilen für Fahrzeuge zum Einsatz. Hier in blau hervorgehoben A- und B-Säulenverstärkungen, Türschwellen und Querträger.
(Foto: Tata Steel)

Laut Unternehmensangaben hält der Stahl, aufgrund seiner hohen Streckgrenze, höheren Belastungen im Umformprozess stand und kann so mehr Aufprallenenergie absorbieren. Durch seine Umformbarkeit lassen sich auch komplexe Formen abbilden. Damit eignet er sich für die Herstellung von Crashbauteilen, wie A- und B-Säulenverstärkungen, Türschwellen, Türrahmen und Querträger. Entwickler benötigen aufgrund seiner hohen Festigkeit weniger Material für die Herstellung eines Bauteils und können so zwischen acht und fünfzehn Prozent Gewicht einsparen. Zur Steigerung der Festigkeit und Härtbarkeit enthält der Dual-Phasen-Stahl Kohlenstoff und Mangan. Bei der Entwicklung war entscheidend, dass Kunden ihre bestehenden Anlagen zur Verarbeitung des Stahls nicht anpassen müssen.

Guter Crash-Schutz

Tata Steel entwickelte den Stahl nach den Anforderungen des Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDA). Sander Heinhuis, European Marketing Manager Automotive bei Tata Steel, sagt: „Die Sicherheit von Fahrzeuginsassen hat den höchsten Stellenwert bei der Entwicklung eines Fahrzeugs. Die Hersteller müssen außerdem ihre CO2 Emissionen reduzieren. Wir ermöglichen es den Fahrzeugherstellern, das Gewicht durch dünnere Stähle zu verringern, und sichere Fahrzeuge zu bauen.“

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