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Tesla plant bis zu 7.000 Arbeitsplätze in Brandenburg

| Autor/ Redakteur: dpa / Svenja Gelowicz

Der E-Autohersteller will laut der Berliner Wirtschaftsverwaltung 6.000 bis 7.000 Arbeitsplätze in der geplanten Fabrik bei Berlin schaffen. Derweil werden die Gründe für die Entscheidung von Tesla für den deutschen Standort deutlich.

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Die geplante Fabrik des amerikanischen Elektroauto-Hersteller Tesla unweit von Berlin soll 6.000 bis 7.000 Arbeitsplätze schaffen.
Die geplante Fabrik des amerikanischen Elektroauto-Hersteller Tesla unweit von Berlin soll 6.000 bis 7.000 Arbeitsplätze schaffen.
(Bild: Tesla)

Die geplante Fabrik des amerikanischen Elektroauto-Herstellers Tesla unweit von Berlin soll 6.000 bis 7.000 Arbeitsplätze schaffen. Diese Zahlen nannte die Berliner Wirtschaftsverwaltung am Mittwoch (13. November). Als Standort für das Werk wurde die Gemeinde Grünheide ausgewählt, rund 35 Kilometer südöstlich von Berlin. Das wurde aus Kreisen der Brandenburger Landesregierung bestätigt.

Die Fabrik soll voraussichtlich Ende 2021 in Betrieb gehen und zunächst den künftigen Kompakt-Sportgeländewagen Model Y sowie Batterien und Antriebe bauen. Tesla werde zudem ein Ingenieurs- und Designzentrum in Berlin ansiedeln, sagte Musk. „Deutschland baut großartige Autos.“ Das sein einer der Gründe für die Standort-Entscheidung gewesen.

Andere Bundesländer, die ebenso auf eine Ansiedlung von Tesla gehofft hatten, reagierten enttäuscht, etwa Niedersachsen und das Saarland. Nordrhein-Westfalen hofft nach Auskunft seines Wirtschaftsministeriums auf Zulieferaufträge. In Grünheide gibt es bereits ein Güterverkehrszentrum direkt am Berliner Autobahnring A10 und einen Anschluss an die Bahnhauptstrecke Berlin-Frankfurt (Oder)-Warschau. Bis zum künftigen Hauptstadtflughafen BER, der im Oktober 2020 eröffnet werden soll, sind es etwa 25 Autominuten.

Tesla von Ökostrom überzeugt

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte, Tesla komme auch wegen des verfügbaren Ökostroms nach Brandenburg. „Wir haben den Rohstoff der Zukunft, wir haben erneuerbare Energien in Brandenburg“, sagte Woidke in Potsdam. Das sei im Gespräch mit Tesla-Chef Elon Musk ein entscheidender Vorzug gewesen. Brandenburg hat nach Angaben des Regierungschefs seit fünf bis sechs Monaten mit Tesla verhandelt. „Wir haben verschiedene Standorte angeboten, und die Standortauswahl hat dann Tesla getroffen“, sagte Woidke.

Die Ansiedlung „bedeutet eine der größten Investitionen in der Geschichte unseres Landes“. Tesla seien Zusagen für übliche Subventionen im Rahmen des EU-Beihilferechts gemacht worden. Auf die Frage, ob noch ein Risiko bestehe, sagte er mit Blick auf Musk: „Ich habe ihn als sehr verlässlichen Menschen kennengelernt.“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) interpretierte die Ankündigung von Tesla als Aufwertung des Standortes Deutschland. Deutschland habe sich im Wettbewerb mit anderen Ländern durchgesetzt. Dies sei ein „Meilenstein“ für den Ausbau der Elektromobilität. Altmaier treibt seit langem eine europäische Initiative zum Bau von Batteriezellfabriken voran, gemeinsam vor allem mit Frankreich.

„Beides steht nebeneinander“, sagte eine Sprecherin mit Blick auf die Tesla-Pläne. In Europa sind mindestens zwei Batterieinitiativen geplant, darunter ein Konsortium aus dem Peugeot-Hersteller PSA, dessen deutscher Tochtergesellschaft Opel und der Total-Tochter Saft. Die Bundesregierung hatte Fördermittel von mehr als einer Milliarde Euro zugesagt, Frankreich eine ähnliche Größenordnung. Europa hinkt bisher bei der Fertigung von Batteriezellen für E-Autos vor allem Asien hinterher, es droht eine Abhängigkeit.

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