Grünheide Tesla reicht neue Antragsunterlagen ein

Autor / Redakteur: dpa / Tanja Schmitt

Neben Fahrzeugen wollen die Kalifornier nun Batteriezellen in Grünheide produzieren. Für die geplante Fabrik reichte Tesla einige Änderungen ein.

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Tesla will unter anderem das Model Y in Grünheide produzieren.
Tesla will unter anderem das Model Y in Grünheide produzieren.
(Bild: Tesla)

Der US-Elektroautobauer Tesla hat beim Landesamt für Umwelt neue Antragsunterlagen für den Bau seiner Fabrik in Grünheide bei Berlin eingereicht. Das teilte das Umweltministerium in Potsdam am Donnerstag (3. Juni) mit. Die Änderungen im laufenden Genehmigungsverfahren waren unter anderem nötig geworden, weil das Unternehmen vor Ort auch Batteriezellen herstellen möchte. Hierfür hat Tesla nun eine entsprechende Nebeneinrichtung zur Fahrzeugherstellung beantragt.

Tesla will eine Auto- und Batteriezellenfabrik bauen

Im Januar war bekannt geworden, dass Tesla in der geplanten Batteriezellenfabrik eine Massenproduktion mit neuer Technologie aufbauen will. In der Fabrik soll nach Angaben aus Branchenkreisen ein neuer Zelltyp produziert werden, der eine fünfmal höhere Energie und sechsmal mehr Leistung hat. Die Fabrik soll auf dem Tesla-Areal in Grünheide in direkter Nähe zur Autofabrik entstehen.

Außerdem plant Tesla das Presswerk durch zwei weitere Presslinien zu erweitern. Der Karosseriebau wird dem Antrag zufolge auf eine Fertigungslinie reduziert. Ebenfalls neu hinzu kommen Fertigungsschritte, um Kunststoffbauteile wie Stoßstangen- und Rückspiegelabdeckungen zu produzieren und zu lackieren.

Produktionsstart Ende 2021

Ursprünglich wollte das Unternehmen im Juli mit der Produktion beginnen. Bei einem Besuch in Grünheide Mitte Mai hatte Tesla-Chef Elon Musk das Jahresende als Termin für den Start der Produktion genannt. Der geänderte Antrag des Autobauers enthält auch Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs.

Die Genehmigungsbehörde entscheide zunächst über eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit, wie es vom Umweltministerium hieß. Eine erneute Auslegung gelte als wahrscheinlich. Naturschutzverbände hatten dies gefordert.

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