China Market Insider Tesla wehrt sich gegen Medienbericht in China

Autor / Redakteur: Henrik Bork* / Lena Straßberger

Der amerikanische E-Auto-Hersteller Tesla wehrt sich gegen einen kritischen Medienbericht in China. Dieser bezeichnet die Tesla-Fabrik in Shanghai als „Giga Sweatshop“ (Ausbeutungsbetrieb). Nun soll eine Klage folgen.

Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet »Automobil Industrie« regelmäßig über den chinesischen Automobilmarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet »Automobil Industrie« regelmäßig über den chinesischen Automobilmarkt.
(Bild: Deposit Photos)

Tesla kämpft in China zum Jahreswechsel mit einer PR-Krise. Der E-Auto-Hersteller wolle die chinesische Medienfirma Pingwest wegen eines kritischen Berichtes verklagen, berichtete das Wirtschaftsmagazin Caixin. Pingwest, ein im Silicon Valley gegründetes Tech-Medium, hatte am ersten Weihnachtstag in seiner chinesischen Ausgabe unter Berufung auf gegenwärtige und frühere Tesla-Angestellte berichtet, die dortige „Gigafactory“ gleiche einem „Giga-Sweatshop“ (Ausbeutungsbetrieb).

Pingwest verteidigt seinen Bericht

„Unsere Rechtsabteilung bereitet sich darauf vor, Pingwest zu verklagen“, zitiert Caixin einen PR-Sprecher von Tesla China namens Tao Lin. Die gegen Tesla erhobenen Vorwürfe seien „ungeheuerlich“, schrieb Tao auf dem Twitter-ähnlichen Social-Media-Kanal Weibo. Pingwest verteidigt seinen Bericht, der auf Fakten basiere. Die Recherchen hätten für zwei weitere Beiträge dieser Art gereicht, kommentierte die Medienfirma die Anschuldigungen des Tesla-Sprechers.