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Elektromobilität Tesla will Deutschland mit Schnellladestationen ausstatten

| Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Dem US-Nischenhersteller Tesla, der seit August das Model S auf dem deutschen Markt hat, gibt es hierzulande zu wenig Ladestationen. Jetzt bauen die Amerikaner sie einfach selbst.

Das Tesla Model S.
Das Tesla Model S.
(Foto: Tesla Motors)

Wenn ein Amerikaner in Deutschland „viel Geld“ investieren will, ist das zunächst keine allzu große Nachricht. Ist es Elon Musk, seines Zeichens erfolgreicher US-Investor in Sachen Internet, Raumfahrt und Elektroautos, wird mancher hellhörig. Und geht es dann darum, im Land der Automobilisten finanziell in die Mobilitäts-Infrastruktur einzusteigen, ist das Erstaunen groß. Elektroauto-Hersteller Tesla will Deutschland bis Ende 2014 mit Schnellladestationen ausstatten, Kunden laden dort kostenlos. Zeigt jetzt ein Amerikaner der Autonation, wie das mit dieser Elektromobilität funktioniert?

Auch wenn Elektroautos als eine Technik der Zukunft gehandelt werden, ist das Interesse an den elektrisch angetriebenen Modellen hierzulande eher verhalten. Ein Grund ist die derzeit noch nicht flächendeckende Abdeckung mit Ladestationen in Tateinheit mit der begrenzten Reichweite der Elektroautos. Nach rund 150 Kilometern müssen die meisten Modelle an die Steckdose, die Ladezeit dauert je nach Station zwischen 30 Minuten (DC-Ladestation) und etwa acht Stunden (Haushaltssteckdose).

Großer Sprung bis 2015

Seit August vertreibt der amerikanische Hersteller die Limousine Tesla S auf dem deutschen Markt. Sie beeindruckt dank 85-kWh-Akku bereits mit einer Reichweite von 480 Kilometern, kostet allerdings auch gut 80.000 Euro. Vor allem um seinen Kunden eine noch größere Alltagstauglichkeit zu bieten, will das Unternehmen nun die Infrastruktur ausbauen.

„Bis Ende März 2014 sollen 50 Prozent von Deutschland mit Teslas Schnelladestationen abgedeckt sein, bis Ende des Jahres werden es 100 Prozent sein“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Die ersten Bauarbeiten sollen innerhalb des nächsten Monats beginnen. Autobahnstrecken zwischen München und Stuttgart, München und Zürich sowie Köln und Frankfurt würden zuerst versorgt.

Teslas sogenannte Supercharger, die das Unternehmen in den USA bereits einsetzt, laden in der neusten Generation mit 135 kW Gleichstrom. Damit nach Angaben des Hersteller die große Batterie des Model S in 30 Minuten fast voll geladen. Wie es für einen Verbrenner mit leerem Tank auf der Autobahn rechts raus zur nächsten Tankstelle geht, so fährt dann auch das Elektroauto mit leerem Akku eine Autobahn-Raststätte an, vor der eine solche Schnellladestation installiert ist. Anschließen, Kaffeetrinken, weiterfahren – das ist die Idee. Das Wort „bezahlen“ kommt in dieser Aufzählung absichtlich nicht vor: Tesla-Kunden tanken auch in Deutschland an den Superchargern kostenlos, nach Auskunft des Unternehmens soll das auch so bleiben.

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