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Interview Tesla: „Wir werden weiterhin stark wachsen“

| Redakteur: Jan Rosenow

Mehr Modelle, mehr Niederlassungen, mehr Verkäufe – im Gespräch mit der »Automobil-Industrie«-Schwesterzeitschrift »kfz-betrieb« verdeutlicht Deutschland-Chef Philipp Schröder, wie und mit welchen Partnern Tesla die Ziele erreichen will.

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Tesla hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Deutschland-Chef Philipp Schröder verdeutlicht im Interview, wie und mit welchen Partnern der Automobilhersteller die Ziele erreichen will.
Tesla hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Deutschland-Chef Philipp Schröder verdeutlicht im Interview, wie und mit welchen Partnern der Automobilhersteller die Ziele erreichen will.
(Foto: Tesla)

Philipp Schröder leitet die Tesla-Geschäfte in Deutschland und Österreich.
Philipp Schröder leitet die Tesla-Geschäfte in Deutschland und Österreich.
(Foto: Rosenow)

Redaktion: Im laufenden Jahr will Tesla 35.000 Fahrzeuge bauen, knapp jedes dritte ist für Europa bestimmt. Welche Rolle spielt der deutsche Markt?

Philipp Schröder: Wir hoffen, in diesem Jahr bis zu 5.000 Fahrzeuge verkaufen zu können und ab 2015 bis zu 10.000 pro Jahr. Eine wichtige Rolle wird neben dem Model S dabei auch unser erstes SUV spielen – das Model X. Übrigens stehen bei den Kunden die Versionen mit der großen Reichweite im Vordergrund des Interesses. Die Fahrzeuge werden oft in der bestmöglichen Ausstattungsvariante gekauft. Langsam kommen aber auch andere Kundengruppen ins Spiel – etwa Flottenkunden oder Shuttle Services – die einfachere Konfigurationen wählen, da hier die Gesamtkosten im Vordergrund stehen.

Gibt es schon ein Tesla-Taxi in Deutschland?

Ja, in München gibt es schon ein Taxi unserer Marke. Und es werden dieses Jahr noch mehr dazukommen. Das Model S ist hier besonders attraktiv, da es im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren erheblich günstiger in den Betriebskosten ist. Unter anderem spart sich der Taxi Flottenbetreiber die Kfz-Steuer und allein durch den Umstieg auf Strom gegenüber Benzin oder Diesel bis zu 80 Prozent seiner Kraftstoffkosten.

Für die gewerbliche Nutzung ist eine Leasingrate von mindestens 860 Euro nicht gerade günstig. Bei Sixt-Neuwagen ist die Rate für einen 5er BMW halb so hoch.

Zunächst einmal ist ein Tesla etwas Besonderes, quasi der erste und einzige seiner Art, und gegenüber dem 5er BMW auch größer und besser motorisiert. Darum ist es auch ganz klar, dass das Model S etwas teurer ist. Wenn wir aber die Total Cost of Ownership betrachten, dann glauben wir, dass wir durchaus wettbewerbsfähig sind. Immer mehr Firmen verstehen, dass mit Elektrofahrzeugen die laufenden Kosten massiv nach unten gehen und das dauerhaft. Nur als ein Beispiel: Model-S-Fahrer, die unser Fahrzeug über Sixt leasen, bekommen den Tesla Service kostenlos dazu.

Tesla will gemeinsam mit Sixt-Fahrzeuge verkaufen. Ist das eigene Netz zu klein?

75 Prozent aller Pkw in unser Klasse werden in Deutschland über Leasing finanziert. Es ist daher wichtig, dass wir diese Option unseren Kunden anbieten. Weiterhin haben wir derzeit mit Sixt lediglich eine Kooperation für das Leasing, nicht für das Mietwagengeschäft. Sixt übernimmt damit die Finanzierung. Der Vertrieb läuft grundsätzlich über unsere eigenen Niederlassungen, aber natürlich hat Sixt Leasing auch die Möglichkeit, selbst Angebote zu machen. Das wollen wir ja auch.

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