China Market Insider Teslas Konstruktionsmethode verbreitet sich in China

Von Henrik Bork

Die Art, wie Tesla konstruiert, hält Einzug in der chinesischen Autoindustrie: Immer mehr Hersteller setzen auf die riesigen Druckguss-Maschinen, mit denen Tesla arbeitet.

Druckguss-Maschinen der Superlative sollen künftig für den Bau des Model Y von Tesla auch in Deutschland zum Einsatz kommen.
Druckguss-Maschinen der Superlative sollen künftig für den Bau des Model Y von Tesla auch in Deutschland zum Einsatz kommen.
(Bild: Christian Otto)

Tesla bezieht seine „Giga Press“ getauften Druckguss-Maschinen bei dem Maschinenbauer LK Technology in Hongkong. 2019 gab Elon Musk dort die damals weltweit größte Maschine dieser Art in Auftrag. Er sagte, sie habe „die Größe eines kleinen Hauses“. Mit einer einzigen Druckguss-Maschine dieser Größe kann der hintere „Body“ eines E-Autos aus einem einzigen Teil gegossen werden, womit eine Vielzahl an Komponenten eingespart werden kann.

Tesla hilft den Firmen des Landes dabei, noch wettbewerbsfähiger zu werden.

Nun haben bereits sechs chinesische Autohersteller solche Druckguss-Maschinen bestellt, sagt der Gründer von LK Technology, Liu Siong Song, in einem Interview mit der New York Times: „Zusätzlich zu Tesla wird LK bis Anfang 2022 ähnliche, riesige Gussmaschinen an sechs chinesische Firmen liefern, weil mehr Autohersteller Teslas Art adoptieren, Autos zu machen.“ Damit hat in der chinesischen Autoindustrie der Siegeszug einer Konstruktionsweise begonnen, die in Kreisen traditioneller OEMs noch immer mit Misstrauen beäugt wird.