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Wirtschaft Thyssenkrupp streicht 300 Stellen im Anlagenbau

| Autor/ Redakteur: dpa / Svenja Gelowicz

Am Standort Bremen will der Industriekonzern Thyssenkrupp 300 Arbeitsplätze kappen. Grund dafür ist auch die Verschiebung der Antriebstechnologien.

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Inklusive der Bremer Stellen sollen deutschlandweit 640 Arbeitsplätze in dem Geschäftsbereich System Engineering gestrichen werden.
Inklusive der Bremer Stellen sollen deutschlandweit 640 Arbeitsplätze in dem Geschäftsbereich System Engineering gestrichen werden.
(Bild: Thyssenkrupp)

Der Industriekonzern Thyssenkrupp will am Standort Bremen rund 300 der knapp 800 Stellen streichen. Das teilte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch (20. November) mit. Zuvor hatte „Radio Bremen“ über die Pläne berichtet. Grund für den Jobabbau ist demnach, dass der gesamte Bereich System Engineering, der Produktionsanlagen für die Automobilindustrie fertigt, neu ausgerichtet werden soll.

Inklusive der Bremer Stellen sollen deutschlandweit 640 Arbeitsplätze in dem Geschäftsbereich gestrichen werden. Den Angaben zufolge hat die Sparte im vergangenen Jahr erhebliche Verluste verzeichnet. „Sowohl der aktuelle Konjunkturabschwung in der Automobilindustrie als auch der Technologiewandel vor allem im Antriebssegment belasten das Ergebnis der Business Unit“, hieß es. Mit dem geplanten Umbau will das Unternehmen gegensteuern.

Wir glauben an die Zukunftsfähigkeit unseres automobilen Anlagenbaus.

Karsten Kross, Thyssenkrupp

100 neue Stellen im Bereich Digitalisierung und Services

„Insgesamt glauben wir an die Zukunftsfähigkeit unseres automobilen Anlagenbaus. Allerdings sind nun klare Einschnitte und Veränderungen notwendig, um das Geschäft wieder wettbewerbsfähig und profitabel zu machen“, sagte der Chef der Autozuliefersparte von Thyssenkrupp, Karsten Kroos. Unrentable Geschäftsaktivitäten müssten eingestellt werden und Wachstumsbereiche, zum Beispiel in der Elektromobilität, der Digitalisierung und im Servicegeschäft ausgebaut werden. „Daraus ergibt sich ein Bedarf von rund 100 neuen Stellen in den kommenden zwei Geschäftsjahren“, hieß es.

Der Batteriehersteller Microvast hatte angekündigt, bei Thyssenkrupp eine Produktionsanlage für Batteriepacks und -module für seinen neuen Standort in Brandenburg zu ordern. Außerdem liefert Thyssenkrupp eigenen Angaben zufolge die Montagelinien für zwei Fahrzeugmodelle von Vinfast.

Thyssenkrupp-Konzern vor Umbau

Der Essener Industriekonzern steht auch in anderen Geschäftsbereichen vor einem Umbau. Insgesamt plant das Unternehmen einen Abbau von rund 6.000 Stellen in Deutschland. Wann die Jobs in Bremen wegfallen, ist derzeit noch unklar. Der Zeitplan werde nach Gesprächen mit Gewerkschaften und dem Betriebsrat festgelegt.

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