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Halbleitermarkt Tiefer Einbruch

| Redakteur: Bernd Otterbach

In diesem Jahr schrumpft der deutsche Halbleitermarkt wohl um 23 Prozent auf etwas über 7 Milliarden Euro, berichtet der ZVEI-Fachverband „Electronic Components and Systems“.

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Der Fachverband erwartet einen Nachfragerückgang um 16 Prozent bei diskreten Bauelementen, Opto-Halbleitern und Sensoren/Aktuatoren sowie um 24 Prozent bei ICs. „Bereits 2008 war auf dem deutschen Halbleitermarkt ein Umsatzrückgang um 13,1 Prozent auf knapp 9,3 Milliarden Euro zu verzeichnen“, berichtete Dr. Ulrich Schaefer, Vorsitzender der Fachgruppe ‚Halbleiter Bauelemente‘ des ZVEI-Fachverbands. Als Ursachen nannte Schaefer Währungskursveränderungen sowie ein Nachfrageeinbruch im letzten Quartal als Auswirkung der Wirtschaftskrise. Auf Dollar-Basis betrug der Umsatzrückgang 6,6 Prozent. Der Preisverfall spielte 2008 eine geringe Rolle.

„Aufgrund der Weltwirtschaftskrise hat sich die positive Entwicklung der letzten Jahre im Abnehmersegment Automotive nicht fortgesetzt“, sagte Schaefer. Der Umsatz ging 2008 um 8 Prozent zurück. Ursache sei die weltweit stark gesunkene Nachfrage nach Neufahrzeugen. Dennoch sei der Automotive-Marktanteil in Deutschland um drei Prozentpunkte auf 38 Prozent gestiegen. Japan und Deutschland dominieren mit einem gemeinsamen Marktanteil von etwa 50 Prozent der Weltproduktion weiterhin das Automotive-Segment. Dabei liege Deutschland erstmals knapp vor Japan auf Platz eins.

Die Aufteilung nach Marktsegmenten zeigt für den Welthalbleitermarkt 2008, dass die Datentechnik mit 42 Prozent Marktanteil auch weiterhin nahezu jeden zweiten Halbleiter verbraucht hat. Es folgen die Kommunikationstechnik und die Konsumelektronik mit einem Anteil von jeweils 20 Prozent. Die Automobilelektronik konnte trotz eines Umsatzrückgangs ihren Anteil bei 8 Prozent halten.

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