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Alternative Antriebe Toyota bringt Brennstoffzellen-Auto Anfang 2015

| Redakteur: Andreas Grimm, Andree Stachowski

Der japanische Automobilhersteller bringt sein Brennstoffzellen-Auto „FCV“ definitiv im Frühjahr 2015 in Japan auf den Markt. Im Sommer sollen die USA und Europa folgen.

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20 Jahre Entwicklungsarbeit: Toyota will im Frühjahr 2015 das Brennstoffzellen-Modell „FCV“ auf den Markt bringen.
20 Jahre Entwicklungsarbeit: Toyota will im Frühjahr 2015 das Brennstoffzellen-Modell „FCV“ auf den Markt bringen.
(Foto: Toyota)

Toyota hat die Pläne für das Brennstoffzellen-Auto konkretisiert. Wie der Hersteller am heutigen Mittwoch zur Vorstellung der Serienversion des Modells „FCV“ ankündigte, kommt das Fahrzeug im Frühjahr 2015 in Japan und im Sommer 2015 in den USA und Europa in den Verkauf. Kosten soll das Modell zunächst 7 Millionen Yen (etwa 50.000 Euro).

In den USA und in Europa wird das Brennstoffzellenauto zunächst in „ausgewählten Märkten“ eingeführt werden. Die Preise des neuen Toyota FCV für diese Märkte stehen den Angaben zufolge noch nicht fest. Sie sollen gemeinsam mit Ausstattungsniveau und Absatzzielen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden, heißt es.

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Kaufprämien und Steuererleichterungen

Derzeit ist Toyota noch in Gesprächen mit den Regierungen Japans und weiterer Länder, um Unterstützung für die Markteinführung des FCV zu bekommen, sagte Toyota-Chef Mitsuhisa Kato laut dem Nachrichtenportal „Bloomberg.com“. Japan wolle der Technik auf jeden Fall mit Kaufprämien und Steuererleichterungen aus den Startlöchern helfen. Bis 2025 sollten Wasserstoffmodelle preislich mit Hybridautos konkurrieren können. Entscheidend für die Akzeptanz der Technik wird allerdings die Versorgungslage mit dem Treibstoff werden. So soll in Japan in den kommenden zwei Jahren das Netz auf 100 Zapfstellen wachsen. Kalifornien will laut „Bloomberg.com“ rund 47 Millionen Dollar für 28 neue Wasserstofftankstellen bereitstellen. Damit würde das kalifornische Netz auf 54 Stationen wachsen, „genug um mindestens 10.000 H2-Autos zu versorgen“, zitiert das Portal Toyotas Nordamerika-Chef Jim Lentz.

Lange Forschung, neue Konkurrenz

Toyota arbeitet seit gut 20 Jahren an der Brennstoffzellentechnik: Das Antriebssystem besteht unter anderem aus Hochdruck-Wasserstofftanks und Brennstoffzellen-Stacks, in denen durch eine chemische Reaktion von Wasser- und Sauerstoff Elektrizität entsteht. Das System nutzte Toyota erstmals im Modell „FCHV“, einem SUV, das Toyota 2002 in limitierter Auflage zum Leasing in Japan und den USA angeboten hatte.

Neben Toyota arbeiten auch Honda und Nissan an der Entwicklung von Brennstoffzellen-Autos für den Massenmarkt. Hyundai will bis 2015 auf 1.000 Exemplare seines Kompakt-SUV ix35 mit Wasserstoff-Antrieb kommen. Und Daimler experimentiert seit 2010 mit rund 200 Exemplare der Mercedes B-Klasse. Mit Nissan und Ford treibt der Konzern weitere Entwicklungen voran. Ziel ist, ab 2017 marktfähig zu sein.

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