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Rückrufaktion Toyota bündelt drei Rückrufaktionen

| Redakteur: Jens Rehberg

Vermutlich um den Imageschaden zu begrenzen, hat Toyota drei Rückrufaktionen gebündelt. Weltweit sind rund 6,4 Millionen Autos betroffen. In Deutschland geht es um über 90.000 Fahrzeuge.

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Toyota ruft weltweit insgesamt rund 6,4 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten.
Toyota ruft weltweit insgesamt rund 6,4 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten.
(Foto: Toyota)

Der japanische Autohersteller Toyota hat weltweit drei Rückrufaktionen gebündelt und ruft insgesamt rund 6,4 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten. Wie die deutsche Importeurstochter am Mittwoch auf Anfrage mitteilte, seien hierzulande 92.338 Fahrzeuge betroffen. Die Rückruf- beziehungsweise Serviceaktionen starten am 1. Mai.

Ein Problem mit den Sitzschienen haben demnach möglicherweise rund 8.700 Yaris- und auch Urban-Cruiser-Modelle mit Automatikgetriebe aus dem Bauzeitraum Juni 2005 bis Mai 2010. Offenbar wurden am Fahrersitz, teilweise auch am Beifahrersitz, Federn von ungenügender Qualität verbaut – laut der Mitteilung können diese „bei extrem häufigen Gebrauch“ brechen oder die Federspannung kann nachlassen. Dann wäre die Sitzverriegelung unzureichend fixiert. In der Werkstatt wird entsprechend geprüft und bei Bedarf getauscht. Für Letzteres veranschlagt Toyota 2,5 Stunden Arbeitszeit. Weltweit wurden bislang 335 Beanstandungen dokumentiert.

Bei 78.167 Yaris- und Urban-Cruiser-Modellen aus dem Bauzeitraum Juni 2005 bis Juni 2009 kann zudem der hintere Befestigungswinkel der Lenksäule reißen. Die Folge seien Knackgeräusche beim Lenken sowie ein schwammiges Lenkgefühl. Beim zweieinhalbstündigen Werkstattaufenthalt wird jetzt die Befestigung verstärkt. Gemeldet wurden bislang weltweit 174 Fälle.

Die dritte Aktion betrifft in Deutschland 5.434 Rav 4 und Hilux aus dem Bauzeitraum Juni 2004 bis Dezember 2010. Bei diesen Fahrzeugen können Kabellitzen im Lenkradgehäuse beschädigt sein – das führe im schlimmsten Fall zum Bruch des Spiralkabels, wovon auch der Airbag betroffen sein könnte, so der Importeur. Beim Werkstattaufenthalt, für den eine Stunde Arbeitszeit veranschlagt ist, wird die Spiralkabelbaugruppe geprüft und gegebenenfalls getauscht. Weltweit wurden bislang hierüber 658 Beanstandungen dokumentiert.

Dem Hersteller sind in Zusammenhang mit den drei Problemen bislang noch keine Unfälle bekannt.

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