Elektrifizierte Nutzfahrzeuge Toyota, Isuzu und Hino arbeiten zusammen

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Thomas Günnel

Nutzfahrzeug-Expertise und Erfahrung bei elektrifizierten Antrieben: Die drei japanischen Automobilhersteller gründen ein Unternehmen und wollen alternative Antriebe entwickeln.

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Asiatische Allianz: (v.l.) Die Präsidenten von Hino, Toyota und Isuzu – Yoshio Shimo, Akia Toyoda und Masanori Katayama – vereinbaren eine technische Zusammenarbeit im Nutzfahrzeugbereich.
Asiatische Allianz: (v.l.) Die Präsidenten von Hino, Toyota und Isuzu – Yoshio Shimo, Akia Toyoda und Masanori Katayama – vereinbaren eine technische Zusammenarbeit im Nutzfahrzeugbereich.
(Bild: Toyota)

Toyota will zusammen mit seiner Lkw-Tochter Hino und Isuzu als weiterem Partner die Vernetzung, Automatisierung und Elektrifizierung im Nutzfahrzeugbereich ausbauen. Die Unternehmen wollen außerdem gemeinsam Brennstoffzellen- und Elektrofahrzeuge entwickeln. Dafür haben sie ein Unternehmen gegründet, das weiteren Partnern offensteht: die „Commercial Japan Partnership Technologies Corporation“.

Für die beiden Nutzfahrzeug-Marken Isuzu und Hino öffnet Toyota den Zugang zur Brennstoffzellen-Technik und zur batterieelektrischen Elektromobilität. Mit der Kooperation sollen die Stückkosten der Fahrzeuge sinken, zudem wollen die Unternehmen so eine breitere Akzeptanz der Fahrzeuge erreichen, heißt es in einer Toyota-Mitteilung.

Neben dem Ausbau der Infrastruktur sind Demonstrationen und Feldversuche geplant. Dazu gehören Versuche in der japanischen Präfektur Fukushima mit Brennstoffzellen-Lkw, um diese in der Gesellschaft bekannter zu machen.

Zusammenarbeit bei kleinen Nutzfahrzeugen

Künftig wollen die neuen Partner auch an automatisierten Fahrtechnologien und elektronischen Plattformen zusammenarbeiten, vor allem bei kleinen Nutzfahrzeugen. Isuzu, Hino und Toyota wollen außerdem ihre bestehenden vernetzten Technologieplattformen miteinander verknüpfen, um ein gemeinsames Forum für Nutzfahrzeuge aufzubauen. Wann es praktische Ergebnisse in Form von Fahrzeugen gibt, verrieten die Autohersteller allerdings noch nicht.

Um die Zusammenarbeit zu stärken, gehen Toyota und Isuzu eine Kapitalpartnerschaft ein. Beide Unternehmen erwerben gegenseitig Aktien. Toyota übernimmt 39 Millionen Isuzu-Stammaktien im Gesamtwert von 42,8 Milliarden Yen, rund 332,9 Millionen Euro. Das entspricht einem Anteil von 4,6 Prozent (Ende September).

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«