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Elektromobilität Toyota kündigt mehr als zehn reine Elektroautos an

Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Sven Prawitz

Toyota setzt nicht mehr nur auf Hybride und die Brennstoffzelle. Ab den „frühen 2020er Jahren“ soll es mehr als zehn reine Elektroautos der Japaner geben. Die Absatzziele für die „Null-Emissions-Modelle“ sind ehrgeizig.

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Lange hatte Toyota sich gegen reine Elektroautos gewehrt. Jetzt geben die Japaner nach.
Lange hatte Toyota sich gegen reine Elektroautos gewehrt. Jetzt geben die Japaner nach.
(Bild: Toyota)

Lange hatte Toyota sich gegen reine Elektroautos gewehrt und stattdessen die Hybrid- und Wasserstoff-Technik als bessere Alternativen für die Mobilität der Zukunft deklariert. Doch jetzt geben die Japaner zumindest teilweise nach: In einer Pressemitteilung gab der Hersteller am Montag bekannt, „ab den frühen 2020er Jahren“ mehr als zehn Elektromodelle anbieten zu wollen.

Der Marktstart solle zunächst in China erfolgen. Schrittweise ist aber auch die Einführung der Stromer in Japan, Indien, den USA und Europa geplant. Dass sich Toyota gegenüber der reinen Elektromobilität öffnet, hatte sich bereits im vergangenen Jahr angedeutet, als der Hersteller eine eigene E-Auto-Sparte unter der Leitung von Firmenchef Akio Toyoda gegründet hatte. Darüber hinaus kooperiert Toyota seit September 2017 mit Mazda und Denso bei der Entwicklung von Elektroautos.

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Hybridportfolio erweitern

Aber auch die eigene Hybrid- und Wasserstoff-Strategie wollen die Japaner ausbauen. Bei den Hybriden möchte man dabei künftig zweigleisig fahren: Zum einen soll es leistungsstärkere Antriebe als bislang geben, zum anderen kostengünstige Mild-Hybride. Das Brennstoffzellenportfolio will Toyota „sowohl im Pkw- als auch im Nutzfahrzeugbereich“ erweitern, konkretere Angaben dazu machte der Autobauer aber nicht.

Ab dem Jahr 2025 soll jedes Toyota- und Lexus-Modell mit mindestens einer elektrifizierte Variante verfügbar sein. Ab 2030 will der Hersteller dann pro Jahr 5,5 Millionen elektrifizierte Fahrzeuge verkaufen. Eine Million Einheiten davon sollen entweder Brennstoffzellen- oder reine E-Autos sein – und somit nach dem Verständnis des Herstellers sogenannte „Null-Emissions-Modelle“. Damit das gelingt, investieren die Japaner auch in die Entwicklung von Festkörperbatterien. Zu Beginn des neuen Jahrzehnts erwartet der Hersteller dabei marktreife Ergebnis. Außerdem startet Toyota aktuell gemeinsam mit Panasonic eine Machbarkeitsstudie über einen gemeinsamen Batterie-Geschäftsbereich.

Bislang hat Toyota kein reinelektrisches Fahrzeug auf dem Markt. Die Japaner bieten aktuell für mehrere Baureihen Hybrid-Varianten an. Mit dem Mirai hat der Hersteller zudem ein Wasserstoffauto in Serie gebracht.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«