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Elektromobilität Toyota stellt Brennstoffzellenfahrzeug Mirai vor

| Redakteur: Thomas Günnel

Toyota hat auf der Los Angeles Auto Show sein Brennstoffzellenfahrzeug Mirai offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Fahrzeug kommt in Deutschland und Europa für unter 80.000 Euro in den Handel.

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Toyota hat sein Brennstoffzellenfahrzeug Mirai in Los Angeles der Öffentlichkeit vorgestellt. In Deutschland ist das Auto ab Dezember 2015 erhältlich.
Toyota hat sein Brennstoffzellenfahrzeug Mirai in Los Angeles der Öffentlichkeit vorgestellt. In Deutschland ist das Auto ab Dezember 2015 erhältlich.
(Foto: Toyota/David Dewhurst)

Das Herzstück des Toyota Mirai ist eine Brennstoffzelle mit 3,1 kW Leistung pro Liter Bauvolumen. Die neuen Toyota Brennstoffzellen-Stacks nutzen dabei weltweit erstmals feinmaschige 3D-Kanäle, die eine gleichmäßige Stromerzeugung auf den Zelloberflächen garantieren und so laut Hersteller höchste Effizienz und Leistungsfähigkeit bei kompakter Größe ermöglichen. Die Leistungsdichte ist 2,2 Mal höher als beim Brennstoffzellenfahrzeug Toyota FCHV-adv, außerdem entfällt der sonst übliche Befeuchter.

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Bis zu 650 Volt Spannung

Der kompakte und hocheffiziente Konverter steigert die Spannung zudem auf bis zu 650 Volt – entsprechend sind ein kleinerer Elektromotor und weniger Brennstoffzellen erforderlich. Der Rahmen der Brennstoffzellen-Stacks besteht aus kohlefaserverstärktem Kunststoff, der leicht und extrem widerstandsfähig ist und die die Brennstoffzelle vor Stößen und Beschädigungen schützt. Der Elektromotor leistet 335 Newtonmeter Drehmoment aus dem Stand, für die Verzögerung kommt das aus dem Hybrid bekannte regenerative Bremssystem zum Einsatz.

Die Kunststofftanks sind dreischichtig kohlefaserverstärkt und speichern den Wasserstoff bei einem Druck von 700 bar. Ihre Speicherkapazität steigerte Toyota nach eigenen Aussagen um 20 Prozent, obwohl die Tanks kleiner ausfallen als beim FCHV-adv. Sollten diese einmal undicht werden, erhält der Fahrer eine Warnung im Cockpit und die Wasserstoffzufuhr wird automatisch unterbrochen. Alle Leitungen und Tanks liegen zudem außerhalb der Fahrzeugkabine, sodass sich austretender Wasserstoff verflüchtigen kann. Angenehmer Nebeneffekt: Wegen der Anordnung der Systemkomponenten blieb der Kofferraum vollständig erhalten.

Gute Serienausstattung

Zur aktiven Fahrsicherheit steuert Toyota ein Pre Collision-Notbremssystem, einen Spurverlassens-und einen Toter-Winkel-Warner bei. Die Beleuchtung übernehmen LED-Scheinwerfer. Der Innenraum ist in drei Farbthemen erhältlich. Zentrales Element ist ein 4,2 Zoll großes Informationsdisplay. Die Türverkleidungen sind weich gepolstert und mit hochglänzenden Silbereinsätzen versehen. Weitere Komfortdetails sind zum Beispiel die Lenkradheizung, eine in zwei Heizstufen auf allen Sitzen verfügbare Sitzheizung und ein Luftreinigungssystem mit „Nanoe“-Technik. Die Vordersitze sind achtfach verstellbar.

In Deutschland ab September 2015

Der viersitzige Mirai ist ab dem 15. Dezember 2014 in Japan erhältlich, die Markteinführung in Deutschland und anderen europäischen Ländern erfolgt im September 2015. Die Preisliste beginnt bei 78.540 Euro. Dafür bekommt der Kunde 113 kW/154 PS Systemleistung und das gute Gefühl, dass aus der Abgasanlage nichts als Wasserdampf kommt.

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