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ThyssenKrupp Trennung von Autoteile-Sparte

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ThyssenKrupp erwägt einem Pressebericht zufolge den Verkauf seines Autoteile-Bereichs, der ihnen einen Erlös von etwa drei Milliarden Euro brächte.

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( Archiv: Vogel Business Media )

ThyssenKrupp erwägt einem Pressebericht zufolge den Verkauf seiner Autoteile-Sparten. Damit könnte der Stahlkonzern etwa drei Milliarden Euro erlösen, wie das "Wall Street Journal Europe" am Montag, 06.03., unter Berufung auf informierte Kreise berichtet. Der größte deutsche Stahlhersteller habe die Investmentfirmen Morgan Stanley und Greenhill beauftragt, einen möglichen Verkauf seines Autoteile-Bereichs zu prüfen. Ein ThyssenKrupp-Sprecher wollte dazu keine Stellungnahme abgeben.

Die Finanzierung einer möglichen Übernahme des kanadischen Stahlherstellers Dofasco sei jedoch völlig unabhängig davon, sagte er. ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz hatte bereits mehrfach einen Restrukturierungsbedarf für die Automotive-Sparte des Konzerns in den USA angekündigt. Derzeit würden jedoch verschiedene Möglichkeiten geprüft, hieß es am Montag. Neben dem möglichen Verkauf einzelner Unternehmen gehörten dazu Restrukturierungen und Kooperationen.

In der Autozuliefererbranche sind US-Unternehmen wie Delphi und Dana ins Schlingern geraten, schreibt die Zeitung. Insgesamt hätten bereits vier amerikanische Zulieferer Gläubigerschutz beantragt. ThyssenKrupp Automotive sei zwar von all den Problemen nicht betroffen, mit denen viele US-Konkurrenten zu kämpfen hätten. Es könne aber für den Konzern schwierig werden, die Autoteile-Sparte in diesem krisengeschüttelten Branchenumfeld zu verkaufen.

ThyssenKrupp hat weiterhin Interesse, den kanadischen Stahlhersteller Dofasco zu übernehmen. Der luxemburgische Stahlkonzern Arcelor S.A. hatte den deutschen Konzern jedoch im Bieterwettstreit um die Kanadier ausgestochen. Mittal Steel will Arcelor übernehmen und dann Dofasco an ThyssenKrupp zu dem vom Düsseldorfer Konzern zuletzt gebotenen Preis von 68 kanadischen Dollar pro Aktie oder insgesamt umgerechnet knapp 3,8 Milliarden Euro weiterverkaufen. Arcelor wehrt sich jedoch vehement gegen die Übernahmepläne von Mittal.