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Zulieferer TRW entwickelt Airbag für den Rücksitz

Redakteur: Jan Rosenow

Ein eigener Airbag soll Fondpassagiere zukünftig vor Kontakt mit der Sitzlehne schützen. Er lässt sich entweder im Dach oder im Vordersitz montieren.

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Der Rücksitzairbag schützt den Kopf des Insassen vor Kontakt mit der Sitzlehne.
Der Rücksitzairbag schützt den Kopf des Insassen vor Kontakt mit der Sitzlehne.
(Foto: TRW)

Der amerikanische Automobilzulieferer TRW, jüngst von ZF übernommen, hat einen Airbag für Fondinsassen vorgestellt. Laut einer Studie der Unfallforschungs-Kooperation von Bund, Autoindustrie und mehreren Hochschulen entstehen die Hälfte aller verletzungsrelevanten Belastungen für Rücksitz-Insassen, weil der Kopf mit dem Vordersitz in Berührung kommt oder durch den Sicherheitsgurt hohe Kräfte auf den Brustkorb wirken.

Die Herausforderung für die Entwickler liegt nach Angaben von TRW darin, dass auf den hinteren Sitzplätzen das Alter und die Statur der Passagiere stärker variieren als vorn – von Kindern bis zu Erwachsenen. Gleichzeitig verändert sich der verfügbare Platz, je nachdem wie weit nach vorne oder hinten der Vordersitz positioniert ist. Zwei unterschiedliche Bauarten von Frontal-Airbags für die Rücksitze hält das Unternehmen deshalb für sinnvoll.

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Airbag lässt sich im Dach oder im Vordersitz montieren

Ein im Fahrzeugdach montierter Airbag kann die hinten sitzenden, unterschiedlich großen Insassen unabhängig von der Position des Vordersitzes schützen. Das hat TRW mit zahlreichen Simulationen sowie statischen und dynamischen Versuchen mit verschiedenen Dummy-Größen nachgewiesen. In Kombination mit Gurtstraffer und Kraftbegrenzer kann das Airbag-Konzept im Fahrzeugdach dazu beitragen, dass der Kopf des Insassen nicht mehr mit dem Vordersitz in Berührung kommt – sogar in Innenräumen mit begrenztem Platzangebot und bei weit nach hinten gestellten Vordersitzen.

Außerdem haben die Sicherheitsspezialisten einen Airbag entwickelt, der in die Rückseite der Vordersitzlehne montiert werden kann. Aufgrund der Verschiebbarkeit der Vordersitze kann sich zwar ein variabler Abstand zwischen der Rückenlehne und dem hinten sitzenden Passagier ergeben, doch mit seiner besonderen Form soll sich der Airbag an diese unterschiedlichen Gegebenheiten anpassen. Befindet sich der Vordersitz sehr weit vorne, streckt sich der Luftsack über die große Entfernung ; bei einem sehr weit hinten stehenden Vordersitz entfaltet sich der Airbag nur wenig.

TRW geht davon aus, dass sowohl der Dach-Airbag für die Rücksitzbank als auch der im Vordersitz montierte neue Rücksitz-Airbag bis Ende 2017 serienreif sein werden.

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