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Entwicklung Tüv Süd erweitert Testkapazitäten für Lithium-Ionen-Akkus

Redakteur: Thomas Günnel

Lithium-Ionen-Batterien sind die wichtigste Komponenten im Elektrofahrzeug. Um sie zu testen, hat der Dienstleister seine Prüfkapazitäten ausgebaut.

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Der Tüv Süd hat seine Labore erweitert und kann jetzt mehr Tests an Lithium-Ionen-Akkus durchführen, zum Beispiel auf der Crashtestanlage.
Der Tüv Süd hat seine Labore erweitert und kann jetzt mehr Tests an Lithium-Ionen-Akkus durchführen, zum Beispiel auf der Crashtestanlage.
(Bild: Tüv Süd)

Der Tüv Süd hat seine Laborkapazitäten in München erweitert. Zugute kommt das vor allem drei Prüfgebieten: Crashtests, Zellperformance-Prüfungen, Transportprüfungen und Sicherheitstests von Lithium-Ionen-Batterien.

Für Zellperformance-Prüfungen installierte das Unternehmen über 700 zusätzliche Testkanäle. Entstanden ist nach Firmenangaben „eines der größten und modernsten Testfelder im Bereich Performance- und Alterungstests für Batteriezellen in Europa“.

Zusätzlich installierte der Tüv einen Laborbereich für die Prüfung von Lithium-Ionen-Batterien mit dem Schwerpunkt UN38.3-Transportprüfungen und Sicherheitstests nach IEC 62133 inklusive CB-Zertifizierung. Die Fokussierung auf dieses Thema optimiert die Teststände entsprechend, Durchlauf- und Vorlaufzeiten für die einzelnen Prüfungen sinken deutlich.

Tests für Komponentenzulassung

Auch das Crashzentrum wurde erweitert: Ein neues Schlittensystem ermöglicht Schockbelastungen mit einer Beschleunigung von bis zu 150 g und Tests von Batterien bis zu 1.000 kg. Das neue, modulare System reduziere außerdem die Rüstzeiten und erhöhe den Testdurchsatz. Neben Schocktests für Batterien, zum Beispiel nach ECE-R100.02, führt der Überwachungsverein auf der Crash-Anlage ähnliche Prüfungen für weitere Komponenten durch, etwa Sitze, Gurte und Dachträger. Die durchgeführten Crashtests eignen sich laut Unternehmen für die Zulassung der Komponenten bei einer nationalen Zulassungsbehörde.

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